außergewöhnlich, berührend und erstaunlich zeitgemäß

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dani_lovski Avatar

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Die Geschichte von Anton und Alma hat mich von Anfang an vereinnahmt und nicht mehr losgelassen.
Eines der wunderbarsten Bücher, die ich je gelesen habe. Der Schreibstil ist großartig, kunstvoll, außergewöhnlich, berührend und erstaunlich zeitgemäß. Schon auf den ersten Seiten war ich fasziniert davon, welche besondere Sprache Dana Vowinckel für Anton und Alma gefunden hat. Ihre Geschichte wird nicht einfach erzählt, sondern in wunderschöne Worte verpackt. Trotzdem liest sich das Buch flüssig und unmittelbar, berührt zutiefst, ohne dabei kitschig zu werden.

Für mich fühlte es sich manchmal so an, als wäre es von einer 70-Jährigen und einer 20-Jährigen geschrieben worden. Abwechslungsreich, klug, tiefgründig und emotional, aber an anderen Stellen sehr modern und humorvoll. Viele Sätze, Absätze habe ich mehrmals gelesen, weil sie so zärtlich, wunderschön oder klug waren.

Ich wollte alles aufsaugen, jedes Gefühl, jeden Gedanken. Immer wieder habe ich mich gefragt, wie Dana auf diese Worte gekommen ist. Wie jemand nur so schreiben kann.

Vom ersten Moment an habe ich mich Anton und Alma nahe und verbunden gefühlt. Habe ihre Emotionen gespürt. Ihre intensiven Gefühle wurden ebenso intensiv beschrieben. Fast bildhaft und authentisch, so dass ich mich fühlte, als wäre ich dabei.
Ich weiß natürlich nicht, wie viel von Dana Vowinckel selbst in Anton und Alma steckt. Aber ihre Fähigkeit, innere Zustände und Gefühle so präzise und glaubwürdig zu beschreiben, ist unglaublich und hat mich sehr beeindruckt.

Bereits auf den ersten Seiten musste ich teilweise schlucken und hatte einen Kloß im Hals. Und je näher ich Alma und Anton kennengelernt habe, desto stärker habe ich mit ihnen mitgefühlt. Almas verzweifelte Suche nach Zugehörigkeit. Antons Gefühl, nie wirklich „richtig“ zu sein. Aber dann immer wieder diese Zuversicht, Geborgenheit und Zärtlichkeit, die die beiden einander geben. 🥺

Die Kapitel wechseln zwischen Almas und Antons Perspektive und sind nicht zu lang. Mit kleinere Zeitsprünge begleiten wir die beiden über mehrere Jahre, ohne dass die Geschichte dabei an Dynamik verliert. In die Liebesgeschichte werden zahlreiche wichtige Themen eingeflochten: Trauer, Familie, Freundschaft, Trauma, Gesellschaft, Glauben und Politik. Trotzdem bleiben wir immer ganz nah bei Anton und Alma.

Auch die Handlung hat mich völlig mitgerissen. Ich konnte das Buch kaum aus der Hand legen. Tagsüber habe ich darauf gewartet, endlich weiterlesen zu können, und abends wollte ich gar nicht mehr aufhören. Ich habe sogar von Anton und Alma geträumt – so sehr bin ich in ihre Geschichte eingetaucht.

Das letzte Kapitel habe ich nur geweint und am Ende war ich unendlich traurig, dass das Buch „schon“ zu Ende war. 🫣