Berlin Love

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wal.li Avatar

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Eher zufällig kommen sich Anton und Alma näher. Zwar studieren sie an derselben Berliner Universität. Darüberhinaus gibt es nicht viele Gemeinsamkeiten. Almas Vater ist früh verstorben und der neuen Familie ihrer Mutter ist Alma nicht so nahe. Manchmal ist Alma ihre Herkunft aus dem ehemaligen Ostteil Berlins sogar etwas peinlich. Dagegen kommt Anton eher aus einem Bildungshaushalt. Beide Eltern sind Akademiker und ihre Familie ist über die Welt verteilt. Es ist eine jüdische Familie mit einer besonderen Erzählung. Alma ist einfach normal und sie hat sich über viele Themen noch keine großen Gedanken gemacht.

Anton und Alma werden ein Paar. Sie sind ein Paar, dass unter anderen Umständen wahrscheinlich nicht zusammen gefunden hätte. Jedoch hat Alma Anton in seinen traurigen Momenten manchmal einfach bei der Hand genommen. Und irgendwann war es wie selbstverständlich. Anton nimmt Alma mit zu seiner chaotischen Familie. Da ist Alma wesentlich zurückhaltender. Eines Tages bekommt Anton das Angebot einen Teil des Studiums in New York zu absolvieren. Eine einmalige Gelegenheit, es ist ja nur für ein paar Wochen. Da will Anton sein Heimweh überwinden. Während dieser räumlichen Trennung vermissen sich Anton und Alma sehr. Vielleicht wird ihre noch junge Beziehung umso mehr gefestigt.

Diese Liebesgeschichte unserer Zeit steht auf der Shortlist des Deutschen Buchpreises 2026. Eine Nominierung, die sich sehr gut nachvollziehen lässt.

Wir leben in einer aufgeregten emotionalisierten Zeit, in der der Eindruck entsteht, dass die Liebe es schwer hat. Umso mehr gönnt man Alma und Anton ihrer Glück. Trotz des unterschiedlichen Hintergrundes finden sie die Gemeinsamkeiten, die sie fühlen lassen, dass sie zusammen gehören. Es ist so alltäglich wie es geschildert wird, so selbstverständlich und so schön. Eine gemeinsame Zukunft scheint vorgezeichnet. Wie so häufig in der Liebe gilt es auch Stürme zu bestehen, zum Beispiel das Angebot mit New York. Es zerreißt einen fast beim Lesen, eine solche Chance kommt nicht zweimal und doch wäre es schön, wenn Anton und Alma ihr gemeinsames Leben in Berlin beibehalten. Und so gibt es einiges in diesem Roman, was eine mitempfinden lässt.