Besondere Liebesgeschichte

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gabriele 60 Avatar

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Alma traf schon als Austauschschülerin in Frankreich auf Anton. Später begegnete sie ihm in Berlin erneut und die beiden lernten sich besser kennen. Er stammte aus einer jüdischen Familie und so wurde sie mit der jüdischen Lebenswelt vertraut, obwohl er sich selbst wenig mit dem Glauben auseinander setzte.

Über viele Seiten dachte ich darüber nach, dieses Buch vorzeitig zu beenden, da mich die beiden Protagonisten in ihrer Wankelmütigkeit nervten. Mal waren sie zusammen, dann schienen sie sich wieder zu trennen. Alma wirkte sehr unsicher auf mich und machte sich von Anton abhängig. Der träumte davon, sein Studium in Amerika fortzusetzen, was schließlich zur Trennung führte und Alma in eine tiefe Trauerkrise abstürzen ließ; obwohl sie diejenige war, die sich eine Beziehung über eine größere Entfernung nicht vorstellen konnte. Allerdings machte sie diese Krise auch endlich erwachsen. Sie entdeckte eigenen Bedürfnisse – unabhängig von Anton; während er sich in seinem Studienort vergnügte.

Doch dann überfiel am 7.Oktober 2003 die Terrororganisation Hamas Israel. Ein Ereignis, das die ganze Welt erschütterte und erneut zu einer vorsichtigen Annäherung der beiden führte. Spätestens ab diesem Zeitpunkt war ich froh, so lange durchgehalten zu haben. Plötzlich flogen die Seiten nur noch so dahin. Die Ereignissen überschlagen sich regelrecht.

Letztendlich hat mich das Buch in seiner Aktualität überzeugt und sehr bewegt. Die Autorin verarbeitete bekannte Geschehnisse und regte zu eigener Meinungsbildung an. Trotz der meistens angenehmer Sprache war ich mit manchen Ausdrücken nicht glücklich; auch hätte in meinen Augen der Sex eine geringe Wichtigkeit erfahren können. Interessant fand ich den Einblick in jüdisches Leben.

Fazit: Ein herausforderndes Buch, das Durchhaltevermögen erfordert.