Bewegend!
Ich muss zugeben, dass ich möglicherweise voreingenommen war beim Lesen, weil ich bereits den vorigen Roman von Dana Vowinckel sehr mochte. Aber ihr neuer Roman "Anton und Alma" konnte das für mich sogar noch toppen - wow, ich habe so mitgefiebert, mitgelacht und vor allem auch mit geweint. Ja, ich habe ein paar Tränen verdrückt, was mir wirklich selten passiert. Ich fand die beiden Protagonisten so authentisch, so echt mit ihren Eigenheiten, Ecken und Kanten. Ich konnte mich sehr viel hineinversetzen, vor allem in Alma. Diese Lebensphase mit Mitte 20 mit all den Unsicherheiten und Wünschen und Sorgen war so realistisch erzählt, fand ich. Und darüber hinaus spannend fand ich auch die Einblicke in den jüdischen Glauben, zum Prozess des Konvertierens seitens Alma - insbesondere hier geschickt auch historisch/kulturell eingebettet in die Masterarbeit und damit einhergehenden Gedanken von Anton. Besonders gefallen hat mir, dass dieser Roman nie "schwarz weiß" oder belehrend wurde, sondern viel mehr die feinen Nuancen, Graubereiche und darin auch die Menschlichkeit so feinfühlig beschrieben hat. Ich hab diesen Roman wahnsinnig schnell gelesen und hoffe sehr, dass die Autorin schon am nächsten schreibt!