Bleibt im Gedächtnis!
„Anton und Alma“ von Dana Vowinckel hat mir sehr gut gefallen. Es ist ein mutiges, wichtiges und kluges Buch.
Am Anfang wirkt die Geschichte wie eine klassische Boy meets Girl-Geschichte, doch schnell wird klar, dass viel mehr dahintersteckt. Anton und Alma suchen beide auf unterschiedliche Weise nach Halt, Liebe und Zugehörigkeit. Während Anton aus einer jüdischen Familie kommt, in der es trotz einiger Diskrepanzen einen großen Rückhalt gibt, fühlt sich Alma nach dem Tod ihres Vaters in ihrer Patchworkfamilie zunehmend allein und verloren.
Was ich besonders beeindruckend fand, ist, wie geschickt Dana Vowinckel mit ihren beiden Hauptfiguren umgeht. Anton und Alma sind so menschlich und vielschichtig geschrieben, dass man sich kaum vorstellen kann, dass sie nicht wirklich existieren. Mal ist man genervt von Anton und hält zu Alma, im nächsten Moment ist es genau umgekehrt. Beide machen Fehler, verletzen andere und sich selbst – und gerade deshalb wirken sie so echt.
Ein weiterer wichtiger Aspekt des Buches ist Antons jüdischer Glaube. Ausgerechnet dort findet Alma Halt, als Anton für eine Zeit ins Ausland geht. Doch auch das führt zu neuen Spannungen zwischen den beiden. Immer wieder stellt das Buch große Fragen: Was bedeutet es, jüdisch zu sein? Was bedeutet es heute, gläubig zu sein? Und welche Rolle spielen Religion, Herkunft und Zugehörigkeit für die eigene Identität? Auch der Israel-Palästina-Konflikt wird auf eine sehr kluge und differenzierte Weise aufgegriffen und in die Geschichte eingebunden, ohne dass es belehrend wirkt.
Einen kleinen Kritikpunkt habe ich dennoch: Die erste Hälfte des Buches hat sich für mich teilweise etwas gezogen.
„Anton und Alma“ ist ein mitreißendes Buch, mit zwei Hauptfiguren, die einem noch lange im Kopf bleiben. Es erzählt von der Sehnsucht, geliebt zu werden und irgendwo dazuzugehören und davon, wie schnell man sich selbst verlieren kann, wenn man diesen Halt ausschließlich in einem anderen Menschen sucht. Eine klare Leseempfehlung von mir.
Am Anfang wirkt die Geschichte wie eine klassische Boy meets Girl-Geschichte, doch schnell wird klar, dass viel mehr dahintersteckt. Anton und Alma suchen beide auf unterschiedliche Weise nach Halt, Liebe und Zugehörigkeit. Während Anton aus einer jüdischen Familie kommt, in der es trotz einiger Diskrepanzen einen großen Rückhalt gibt, fühlt sich Alma nach dem Tod ihres Vaters in ihrer Patchworkfamilie zunehmend allein und verloren.
Was ich besonders beeindruckend fand, ist, wie geschickt Dana Vowinckel mit ihren beiden Hauptfiguren umgeht. Anton und Alma sind so menschlich und vielschichtig geschrieben, dass man sich kaum vorstellen kann, dass sie nicht wirklich existieren. Mal ist man genervt von Anton und hält zu Alma, im nächsten Moment ist es genau umgekehrt. Beide machen Fehler, verletzen andere und sich selbst – und gerade deshalb wirken sie so echt.
Ein weiterer wichtiger Aspekt des Buches ist Antons jüdischer Glaube. Ausgerechnet dort findet Alma Halt, als Anton für eine Zeit ins Ausland geht. Doch auch das führt zu neuen Spannungen zwischen den beiden. Immer wieder stellt das Buch große Fragen: Was bedeutet es, jüdisch zu sein? Was bedeutet es heute, gläubig zu sein? Und welche Rolle spielen Religion, Herkunft und Zugehörigkeit für die eigene Identität? Auch der Israel-Palästina-Konflikt wird auf eine sehr kluge und differenzierte Weise aufgegriffen und in die Geschichte eingebunden, ohne dass es belehrend wirkt.
Einen kleinen Kritikpunkt habe ich dennoch: Die erste Hälfte des Buches hat sich für mich teilweise etwas gezogen.
„Anton und Alma“ ist ein mitreißendes Buch, mit zwei Hauptfiguren, die einem noch lange im Kopf bleiben. Es erzählt von der Sehnsucht, geliebt zu werden und irgendwo dazuzugehören und davon, wie schnell man sich selbst verlieren kann, wenn man diesen Halt ausschließlich in einem anderen Menschen sucht. Eine klare Leseempfehlung von mir.