Die Liebe könnte so einfach sein, wenn das Leben nicht so kompliziert wäre. 💔
»Er zog sie immer näher zu sich, damit er nicht aufhören musste, sie zu küssen. Sie küsste gut. Sie küsste so, dass er sich fragte, ob sie mehr wollte, als ihn jetzt, hier, zu küssen, zurückhaltend, ein bisschen, als wäre jeder Kuss der Punkt im Fragezeichen.« ANTON (65) 🫦
ANTON & ALMA haben mir mein Herz gebrochen 💔 und trotzdem würde ich es wieder und wieder lesen. Warum? Weil Dana Vowinckel nicht nur unglaublich gut darin ist, für unser Leben mit all den vermeintlich so kleinen alltäglichen Situationen die passenden Worte zu finden (ich habe mir so viele 💎 Sätze markiert 😮💨), sondern auch bewegende gesellschaftspolitische Themen wie Zugehörigkeit, Jüdisch-Sein, Herkunft, Familie, Klassismus, Gesundheit und Liebe spielerisch zu einer extrem gelungenen Geschichte verbindet.
»er schenkte ihr ein Buch über Mülltrennung, das er im Antiquariat gefunden hatte, und am Abend küsste er sie lange, zärtlich, fast zu zärtlich, er schlang seine Arme um sie, nannte sie seine Almi, und Alma vermisste die um die Wände der Wohnung geschlungene Welt nicht mehr, kein bisschen.« (151)
Anton und Alma verlieben und streiten sich, finden sich und ziehen zusammen, machen Fehler und sind ungerecht, verletzlich und verletzend, wachsen an- und miteinander — und die Liebe könnte so einfach sein, wenn das Leben nicht so kompliziert wäre. Und wer kennt das nicht? …
A&A kommen aus sehr unterschiedlichen Herkunftsfamilien: akademisch-kosmopolitisch und jüdisch auf der einen, ostdeutsch und geprägt von toxischen Familiendynamiken auf der anderen Seite. Sie studieren an derselben Universität, haben aber ganz unterschiedliche Ambitionen und Vorstellungen von ihrer Zukunft. Die wechselnde Erzählperspektive aus Antons und Almas Sicht lässt beide Figuren und ihre Lovestory unglaublich real werden. Genau diese Relatability macht Danas Schreiben für mich so nachvollziehbar und menschlich. Auch Antons jüdische Herkunft und Religion prägen ihre Beziehung und werden genauso selbstverständlich und vielschichtig erzählt wie die anderen Themen des Romans.
Doch dann kommt der 7. Oktober 2023 – und mit ihm die Momente, die zeigen, wie Weltpolitik und Konflikte ins Private hineinwirken: auf Beziehungen, Familien und Freundschaften, auf die Gespräche und Diskurse am Esstisch. Vowinckel gibt darauf keine simplen Antworten, sondern lässt bewusst Komplexität, Widersprüche und Gefühle nebeneinander bestehen. Und genau das macht »ANTON UND ALMA« für mich so wunderschön und traurig, komplex und klug – und zu einer tragischen Romance.
»Another missed connection, dachte er. Just like us.« (496) 💔
ANTON & ALMA haben mir mein Herz gebrochen 💔 und trotzdem würde ich es wieder und wieder lesen. Warum? Weil Dana Vowinckel nicht nur unglaublich gut darin ist, für unser Leben mit all den vermeintlich so kleinen alltäglichen Situationen die passenden Worte zu finden (ich habe mir so viele 💎 Sätze markiert 😮💨), sondern auch bewegende gesellschaftspolitische Themen wie Zugehörigkeit, Jüdisch-Sein, Herkunft, Familie, Klassismus, Gesundheit und Liebe spielerisch zu einer extrem gelungenen Geschichte verbindet.
»er schenkte ihr ein Buch über Mülltrennung, das er im Antiquariat gefunden hatte, und am Abend küsste er sie lange, zärtlich, fast zu zärtlich, er schlang seine Arme um sie, nannte sie seine Almi, und Alma vermisste die um die Wände der Wohnung geschlungene Welt nicht mehr, kein bisschen.« (151)
Anton und Alma verlieben und streiten sich, finden sich und ziehen zusammen, machen Fehler und sind ungerecht, verletzlich und verletzend, wachsen an- und miteinander — und die Liebe könnte so einfach sein, wenn das Leben nicht so kompliziert wäre. Und wer kennt das nicht? …
A&A kommen aus sehr unterschiedlichen Herkunftsfamilien: akademisch-kosmopolitisch und jüdisch auf der einen, ostdeutsch und geprägt von toxischen Familiendynamiken auf der anderen Seite. Sie studieren an derselben Universität, haben aber ganz unterschiedliche Ambitionen und Vorstellungen von ihrer Zukunft. Die wechselnde Erzählperspektive aus Antons und Almas Sicht lässt beide Figuren und ihre Lovestory unglaublich real werden. Genau diese Relatability macht Danas Schreiben für mich so nachvollziehbar und menschlich. Auch Antons jüdische Herkunft und Religion prägen ihre Beziehung und werden genauso selbstverständlich und vielschichtig erzählt wie die anderen Themen des Romans.
Doch dann kommt der 7. Oktober 2023 – und mit ihm die Momente, die zeigen, wie Weltpolitik und Konflikte ins Private hineinwirken: auf Beziehungen, Familien und Freundschaften, auf die Gespräche und Diskurse am Esstisch. Vowinckel gibt darauf keine simplen Antworten, sondern lässt bewusst Komplexität, Widersprüche und Gefühle nebeneinander bestehen. Und genau das macht »ANTON UND ALMA« für mich so wunderschön und traurig, komplex und klug – und zu einer tragischen Romance.
»Another missed connection, dachte er. Just like us.« (496) 💔