Diese eine große, wahrhaftige Liebe
Alma fand Anton schon immer interessant. Auch damals, als er überstürzt den Austausch in der Bretagne abbrach und die anderen Klassenkamerad*innen irgendwelche Gerüchte darüber anstellen. Und Alma findet ihn auch noch jetzt interessant, Jahre später in Berlin, als beide Mitte zwanzig sind und studieren. Obwohl Kopf und Herz noch an ihrer toxischen Beziehung zu Marlon hängt, wagt Alma den Sprung ins Neue und lässt sich auf Anton ein. Und es ist so leicht. Sie wird Teil seiner Welt und er der ihrer. Sie lieben sich aufrichtig und ehrlich, sind füreinander da. Sowas hat Alma vorher noch nicht erlebt. Sie fühlt sich bei ihm sicher und möchte alles über Anton wissen. Daher steht es für sie auch außer Frage, alles über Antons jüdische Religion und Herkunft zu erfahren. Als Anton für ein Semester an die berühmte Columbia University in New York geht, entsteht jedoch ein kleiner Bruch zwischen den beiden und das Fundament ihrer Liebe beginnt langsam aber sicher zu bröckeln.
Ich wollte den allgemeinen Konsens zum Buch erst nicht glauben. Aber dieses Buch hat mich wirklich zerstört. Als Leser*in verfolgt man die junge Liebe von Anton und Alma: wie sie beginnt, der erste Streit, die großen und kleinen Dinge, die eine Beziehung zusammenhält. Man entwickelt schnell eine Nähe zu den Charakteren und das ist nicht immer schön. Im Fall von Anton kann ich nur sagen, dass er mir teilweise schon sehr doll auf die Nerven ging. Aber das beweist nur das große Talent der Autorin, dass sie das bei mir ausgelöst hat.
Ich mochte die Dynamik zwischen Anton und Alma, aber auch letztere als Einzelperson sehr. Wir bekommen von beiden Charakteren einen tiefen Einblick in ihre Gedanken und Motivationen und das Buch gibt auch ausreichend Raum dafür. Das hat mir in letzter Zeit bei anderen Büchern gefehlt.
Es gibt von mir eine klare Leseempfehlung für "Anton und Alma"! Obwohl mich "Gewässer im Ziplock" von Dana Vowinckel schon sehr beeindruckt hat, muss ich sagen, dass ich hier einen starken Entwicklungsprozess der Autorin sehe und es mich nicht überraschen würde, wenn sie den Deutschen Buchpreis gewinnt. Die Daumen sind gedrückt!
Ich wollte den allgemeinen Konsens zum Buch erst nicht glauben. Aber dieses Buch hat mich wirklich zerstört. Als Leser*in verfolgt man die junge Liebe von Anton und Alma: wie sie beginnt, der erste Streit, die großen und kleinen Dinge, die eine Beziehung zusammenhält. Man entwickelt schnell eine Nähe zu den Charakteren und das ist nicht immer schön. Im Fall von Anton kann ich nur sagen, dass er mir teilweise schon sehr doll auf die Nerven ging. Aber das beweist nur das große Talent der Autorin, dass sie das bei mir ausgelöst hat.
Ich mochte die Dynamik zwischen Anton und Alma, aber auch letztere als Einzelperson sehr. Wir bekommen von beiden Charakteren einen tiefen Einblick in ihre Gedanken und Motivationen und das Buch gibt auch ausreichend Raum dafür. Das hat mir in letzter Zeit bei anderen Büchern gefehlt.
Es gibt von mir eine klare Leseempfehlung für "Anton und Alma"! Obwohl mich "Gewässer im Ziplock" von Dana Vowinckel schon sehr beeindruckt hat, muss ich sagen, dass ich hier einen starken Entwicklungsprozess der Autorin sehe und es mich nicht überraschen würde, wenn sie den Deutschen Buchpreis gewinnt. Die Daumen sind gedrückt!