Dramatisch, tragisch, romantisch

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Mit „Anton und Alma“ liefert Dana Vowinckel wieder einen Roman, den man nicht mehr vergisst. Beginnend in einer schon fast witzig anmutenden Romanze führt der Roman beim Lesen behutsam in ein Drama, das sich sowohl zwischen den beiden Protagonist*innen als auch zeitpolitisch bedingt gesellschaftlich abspielt und in einer Tragödie zersplittert, die weh tut.
Dana Vowinckel schafft es einen so nah an Anton und Alma heran zu führen, dass der Text sich wie die transkribierten Gedanken dieser anfühlt. Stets mit viel Feingefühl für die Absurdität alltäglicher Situationen nimmt die Autorin uns mit und zeigt, was jüdisches Leben heutzutage bedeutet. Wie Lebensrealitäten geprägt werden und auseinander brechen durch Gewalt, durch Hass, durch den 7. Oktober.
Literarisch herausragend werden verschiedene Ebenen und Erzählstränge navigiert und es entsteht ein Roman, der zwar keine politischen Antworten liefert, aber den Diskurs auf einer menschlich erfassbaren Ebene darstellt und zeigt, was wichtig ist.