Eine besondere Liebesgeschichte

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joey131720 Avatar

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„Anton und Alma“ hat mich vor allem sprachlich überrascht. Dana Vowinckel erzählt auf eine sehr moderne, eigenwillige und gleichzeitig wunderschöne Weise. Die Sprache wirkt leicht und fließend, hat aber immer wieder Sätze, bei denen man kurz innehalten möchte.

Im Mittelpunkt stehen Anton und Alma und ihre Beziehung, die alles andere als geradlinig verläuft. Dabei geht es um Liebe und Familie, aber auch um Identität, Religion, Zugehörigkeit und die Frage, wo man eigentlich seinen Platz im Leben findet. Auch die politischen und gesellschaftlichen Konflikte rund um den 7. Oktober und den Nahostkonflikt spielen eine Rolle und werden in die persönliche Geschichte der Figuren eingebettet.

Mit den beiden Protagonisten hatte ich allerdings nicht immer einen einfachen Zugang. Gerade Anton war mir an einigen Stellen zu widersprüchlich, wodurch es mir schwerfiel, seine Handlungen und Gefühle vollständig nachzuvollziehen. Auch manche längeren Passagen haben für mich den Lesefluss etwas gebremst.

Trotzdem bleibt mir das Buch vor allem wegen seiner besonderen Atmosphäre und Sprache im Gedächtnis. Es ist kein Roman, bei dem ausschließlich die Handlung im Vordergrund steht, sondern einer, der von seinen Figuren, ihren Beziehungen und den Gedanken lebt, die er beim Lesen auslöst.

Mein Fazit: Ein sprachlich außergewöhnlicher und vielschichtiger Roman über Liebe, Familie, Identität und die Suche nach Zugehörigkeit – nicht immer leicht, aber definitiv ein Buch, über das man auch nach der letzten Seite noch nachdenkt.