Eine besondere Liebesgeschichte mit viel gesellschaftlichem Hintergrund

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Anton und Alma ist definitiv keine klassische Liebesgeschichte. Gerade das hat das Buch für mich aber interessant gemacht. Anton und Alma kommen aus ganz unterschiedlichen Welten und trotzdem zieht es sie immer wieder zueinander.
Besonders spannend fand ich, wie sehr Herkunft, Familie, Religion und politische Ereignisse ihre Beziehung beeinflussen. Anton kommt aus einer jüdischen Familie, Alma ist ganz anders aufgewachsen, und dadurch prallen immer wieder verschiedene Sichtweisen aufeinander. Spätestens mit den Ereignissen rund um den 7. Oktober 2023 wird das Ganze noch einmal deutlich ernster und persönlicher.
Ich mochte, dass die beiden nicht perfekt dargestellt werden. Sie streiten, verletzen sich, treffen Entscheidungen, die ich teilweise nicht nachvollziehen konnte, und finden trotzdem immer wieder zueinander. Dadurch wirkte ihre Beziehung auf mich ziemlich realistisch.
Man muss sich beim Lesen allerdings etwas konzentrieren, weil neben der Liebesgeschichte viele politische und gesellschaftliche Themen eine Rolle spielen. Stellenweise war mir das fast etwas zu viel, trotzdem fand ich gerade diese Verbindung aus persönlicher Geschichte und aktuellen Themen sehr interessant.
Für mich ein intensiver Roman über Liebe, Herkunft und die Frage, wie sehr das eigene Umfeld und die Welt um uns herum eine Beziehung beeinflussen können.