Eine moderne Liebesgeschichte

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anna.liest Avatar

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„Anton und Alma“ ist ein außergewöhnlicher Roman, der vor allem durch seine Sprache und die sehr intensive Atmosphäre in Erinnerung bleibt. Dana Vowinckel erzählt die Geschichte auf eine moderne und gleichzeitig poetische Art. Die Sprache wirkt dabei meistens leicht und flüssig, hat aber immer wieder Passagen, die einen zum Innehalten und Nachdenken bringen.

Im Mittelpunkt stehen Alma und Anton, zwei junge Berliner mit sehr unterschiedlichen familiären Hintergründen. Ihre Beziehung entwickelt sich vor dem Hintergrund von Familie, Liebe, Religion, Identität und der schwierigen Frage, wo man eigentlich hingehört. Gleichzeitig spielen auch gesellschaftliche und politische Themen eine wichtige Rolle, die geschickt mit der persönlichen Geschichte der beiden verbunden werden.

Besonders interessant fand ich, dass die Figuren nicht immer leicht zu verstehen sind. Gerade Anton konnte ich an manchen Stellen nur schwer nachvollziehen, was den Zugang zu seiner Figur teilweise etwas erschwert hat. Auch einige längere Passagen haben für mich den Lesefluss etwas gebremst.
Trotzdem ist mir das Buch vor allem wegen seiner besonderen Sprache und der eindringlichen Darstellung der Gefühle im Gedächtnis geblieben.

Insgesamt ein sprachlich sehr besonderer und vielschichtiger Roman über Liebe, Familie, Identität und Zugehörigkeit, der nicht immer ganz leicht zu lesen ist, aber definitiv noch eine Weile nachwirkt.