Fesselnd

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nitko Avatar

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Anton und Alma war endlich mal wieder ein Roman, der mich sehr gefesselt hat. Man begleitet Anton und Alma, wie sie sich im Schüleraustausch in Frankreich kennenlernen und dann Jahre später zufällig in Berlin wieder treffen. Die beiden kommen aus sehr unterschiedlichen Hintergründen: Alma ist in Ostberlin aufgewachsen, ihre Eltern haben sich früh getrennt, der Vater ist bereits verstorben. Die Beziehung zur Mutter ist kompliziert, der Stiefvater wirkt wie ein unangenehmer Typ und Alma konnte eh nie mit den Halbgeschwistern mithalten. Anton kommt aus einer jüdischen Akademikerfamilie, die sehr zusammenhält, aber auch immer wieder extreme Streitigkeiten austrägt. In der Beziehung von Anton und Alma liegt auch immer wieder Konfliktpotenzial aufgrund der unterschiedlichen Hintergründe.
Das Buch hat mir unglaublich gefallen. Der Sprachstil spricht mich sehr an und liest sich gut. Die Charaktere sind unglaublich gut gezeichnet, man fühlt mit, sieht immer wieder sympathische und auch unsympathische Seiten. Die Einbettung in politische und gesellschaftliche Themen ist auch sehr gut gelungen. Würde ich auf jeden Fall empfehlen und zurecht für den Buchpreis nominiert.