Jüdisch sein wie ein ganz normales Studentenpärchen
Anton und Alma sind ganz normale Schüler, als sie sich kennen lernen, und ziemlich gewöhnliche Studenten, als sie endlich ein Paar werden - für Alma war es Liebe auf den ersten Blick. Sie haben ganz normale Probleme und diskutieren die Themen der Gegenwart, wie man das eben so macht. Das einzig besondere ist vielleicht, dass Anton säkularer Jude ist, dem sein Jüdisch-Sein erst nicht besonders wichtig ist. Doch Alma möchte alles richtig machen und vertieft sich immer mehr ins Judentum und auch Anton macht die hypothetische Konversion der Chasaren zum Judentum zu seinem Forschungsthema. Dieses thematische Immer-Tiefer-Graben mit der schicksalhaften Liebesbeziehung mit ihren Höhen und Tiefen hat nach und nach einen wahnsinnigen Sog auf mich ausgeübt. Als dann auch im Buch der 7. Oktober passiert und seine Folgen Anton und Alma beschäftigen, überschlagen sich die Ereignisse. Mehr möchte ich an dieser Stelle nicht verraten, nur noch, dass mich das Buch schließlich zum Weinen gebracht hat.
Ich kann das Buch also nur wärmstens denen empfehlen, die Lust auf eine richtig tiefe Liebesgeschichte vor jüdischem Hintergrund haben. Es lohnt sich, auch wenn ich etwas Zeit gebraucht habe, um mit dem empfindsamen Anton und der pragmatischen Alma warm zu werden. Nun vermisse ich sie schmerzlich, da ich die letzten Seiten gelesen habe - fast als ob ich sie persönlich gekannt hätte. Ganz große Erzählkunst!
Ich kann das Buch also nur wärmstens denen empfehlen, die Lust auf eine richtig tiefe Liebesgeschichte vor jüdischem Hintergrund haben. Es lohnt sich, auch wenn ich etwas Zeit gebraucht habe, um mit dem empfindsamen Anton und der pragmatischen Alma warm zu werden. Nun vermisse ich sie schmerzlich, da ich die letzten Seiten gelesen habe - fast als ob ich sie persönlich gekannt hätte. Ganz große Erzählkunst!