Lang
Patchwork-Familien, Ossis und Wessis, jüdische Kultur, Vergangenheiten zwischen Nazis und Stasi, Ausflüge zur Familie in die USA, Armut und Reichtum: Anton und Alma studieren im Schmelztiegel Berlin. Sie kennen einander flüchtig schon seit vielen Jahren, jetzt werden sie ein Paar.
Sie ziehen zusammen und gründen einen jüdischen Haushalt. Nur Anton stammt aus einer jüdischen Familie. Erst jetzt wird klar: Dies ist ein Buch über jüdisches Leben in Deutschland, in der heutigen Zeit. Deshalb wurde es wohl für den deutschen Buchpreis nominiert.
Da ich persönlich keine Juden ḱenne, war dieser Aspekt für mich interessant und lehrreich. So viel Theorie und Geschichte, wie Anton für seine wissenschaftliche Arbeit recherchiert, hätte ich nicht gebraucht. Aber für den intellektuellen Anton ist das ein wichtiger Teil seines Lebens, während Alma pragmatischer ist und die gemeinsame Wohnung finanziert. Doch auch für sie spielen Glaube und Zugehörigkeit eine immer größere Rolle.
Die Liebesgeschichte fängt ziemlich banal an, man weiß nicht so recht, wieso. Im Laufe der Zeit gewinnt sie aber sehr. Mir gefiel, dass aus der Sicht beider erzählt wird, mal von Anton, mal von Alma. So kommt man den Hauptpersonen recht nahe. Die Gefühle der beiden sind begreiflich und sehr bewegend dargestellt. Wie sehr sich Juden über Kontinente hinweg mit einander verbunden fühlen, war mir neu. Das Ende der Geschichte ist tragisch und schön zugleich.
Den Preis bekam ein anderes Buch mit ähnlichem Thema.
Sie ziehen zusammen und gründen einen jüdischen Haushalt. Nur Anton stammt aus einer jüdischen Familie. Erst jetzt wird klar: Dies ist ein Buch über jüdisches Leben in Deutschland, in der heutigen Zeit. Deshalb wurde es wohl für den deutschen Buchpreis nominiert.
Da ich persönlich keine Juden ḱenne, war dieser Aspekt für mich interessant und lehrreich. So viel Theorie und Geschichte, wie Anton für seine wissenschaftliche Arbeit recherchiert, hätte ich nicht gebraucht. Aber für den intellektuellen Anton ist das ein wichtiger Teil seines Lebens, während Alma pragmatischer ist und die gemeinsame Wohnung finanziert. Doch auch für sie spielen Glaube und Zugehörigkeit eine immer größere Rolle.
Die Liebesgeschichte fängt ziemlich banal an, man weiß nicht so recht, wieso. Im Laufe der Zeit gewinnt sie aber sehr. Mir gefiel, dass aus der Sicht beider erzählt wird, mal von Anton, mal von Alma. So kommt man den Hauptpersonen recht nahe. Die Gefühle der beiden sind begreiflich und sehr bewegend dargestellt. Wie sehr sich Juden über Kontinente hinweg mit einander verbunden fühlen, war mir neu. Das Ende der Geschichte ist tragisch und schön zugleich.
Den Preis bekam ein anderes Buch mit ähnlichem Thema.