Leider nicht das, was ich vom Klappentext und der Leseprobe erhofft habe
💭 M E I N U N G
Die Geschichte beginnt durch einen kurzen Blick in die Vergangenheit, in welcher sich Anton und Alma bei einem Schüleraustausch in der Bretagne kennengelernt haben. Ich mochte den Einstieg und die kurze Rückschau in das Kennenlernen von Anton und Alma sehr. Als die beiden dann jedoch zehn Jahre später in Berlin aufeinandertreffen, wird schnell klar, dass beide aus ganz unterschiedlichen Lebenswelten &-realitäten kommen und diese schwer miteinander zu vereinen sind.
Mehr möchte ich zum Inhalt gar nicht vorwegnehmen 🤭
Die Sprache war modern, rau und stellenweise vulgär. Durch häufige Einwürfe von englischen Phrasen kam es zwar der Ausdrucksweise der Generation von Anton und Alma sehr nahe, war für mich jedoch etwas befremdlich zu lesen und hat meinen Lesefluss beeinträchtigt. Es gab aber auch wirklich schöne metaphorische Beschreibungen, davon hätte ich gerne mehr gehabt. Durch die häufigen Perspektivwechsel und sprunghaften Gedankengänge hat es mir insgesamt an Struktur gefehlt. Für mich wäre es hilfreich gewesen, wenn die Geschichte nicht nur in (sehr kurze) Kapitel gegliedert gewesen wäre, sondern auch in mehrere Teile, um eine übersichtlichere Form zu wahren.
Die Handlung an sich war mir in großen Teilen des Romans zu zäh und hat sich etwas im Kreis gedreht. Die beiden Protagonisten waren für mich während der gesamten Erzählung eher distanziert und haben wenig Einblicke in ihre Gedanken- und Gefühlswelt zugelassen. Auch ihre Beziehung hatte für mich keine verständliche Basis, sodass ich mich häufiger gefragt habe, warum die beiden überhaupt ein Paar sind.
Besonders gut gefallen hat mir, wie das zeitgeschichtliche Geschehen in die Handlung eingebaut war, so zum Beispiel die Corona-Krise, der Anschlag auf die Synagoge in Halle, die Geschehnisse um George Floyd, wie auch der Terrorangriff der Hamas auf Israel.
Die Themen Herkunft und Zugehörigkeit waren schön in die Geschichte eingearbeitet, wohingegen Religion und auch die Ausführungen rund um die Chasaren für mich etwas überhand genommen haben und mir zu vorherrschend waren, auch wenn ich ein bisschen Wissen über Bräuche & Traditionen im Judentum von der Geschichte mitnehmen konnte.
Gegen Ende der Geschichte spitzt sich die Handlung dann noch etwas zu und kommt letztlich zu einem grausamen Höhepunkt, der mich total mitgenommen hat und die zuvor von mir eher als zäh empfundene Geschichte dann doch noch etwas gerettet hat, das Ruder jedoch nicht ganz herumreißen konnte.
Was der Roman schmerzlich aufzeigt ist, dass Liebe manchmal nicht ausreicht, um Lücken, die aufgrund von unterschiedlichen Lebenswelten und damit verbundenen Traditionen, zu füllen bzw. zu überwinden.
⭐️ F A Z I T
Ich kann gar nicht genau sagen, an was es letztlich lag: ob es meine zu hohen Erwartungen an die Geschichte waren, dass ich mich „zu alt“ für die Geschichte gefühlt habe (obwohl die beiden Protagonisten nur ein paar Jahre jünger sind als ich), die fragliche Beziehung der beiden oder dass es thematisch einfach nicht das war, was ich mir vom Klappentext erhofft habe.
Vermutlich eine Kombination aus allen zuvor genannten Punkten, die abschließend dazu führen, dass mich die Geschichte bis auf ein paar wenige Seiten relativ kaltgelassen und auch irgendwo enttäuscht zurücklässt..
Ich hätte wirklich gerne etwas anderes geschrieben und habe bis zur letzten Seite gehofft, dass mich das Buch doch noch erreichen kann, aber leider war dem nicht so.
Aber wie sagt man so schön: Geschmäcker sind verschieden 🤷♀️
Ich bin schon gespannt auf andere Rezensionen und hoffe sehr, dass das Buch dort mehr Anklang findet.
Die Geschichte beginnt durch einen kurzen Blick in die Vergangenheit, in welcher sich Anton und Alma bei einem Schüleraustausch in der Bretagne kennengelernt haben. Ich mochte den Einstieg und die kurze Rückschau in das Kennenlernen von Anton und Alma sehr. Als die beiden dann jedoch zehn Jahre später in Berlin aufeinandertreffen, wird schnell klar, dass beide aus ganz unterschiedlichen Lebenswelten &-realitäten kommen und diese schwer miteinander zu vereinen sind.
Mehr möchte ich zum Inhalt gar nicht vorwegnehmen 🤭
Die Sprache war modern, rau und stellenweise vulgär. Durch häufige Einwürfe von englischen Phrasen kam es zwar der Ausdrucksweise der Generation von Anton und Alma sehr nahe, war für mich jedoch etwas befremdlich zu lesen und hat meinen Lesefluss beeinträchtigt. Es gab aber auch wirklich schöne metaphorische Beschreibungen, davon hätte ich gerne mehr gehabt. Durch die häufigen Perspektivwechsel und sprunghaften Gedankengänge hat es mir insgesamt an Struktur gefehlt. Für mich wäre es hilfreich gewesen, wenn die Geschichte nicht nur in (sehr kurze) Kapitel gegliedert gewesen wäre, sondern auch in mehrere Teile, um eine übersichtlichere Form zu wahren.
Die Handlung an sich war mir in großen Teilen des Romans zu zäh und hat sich etwas im Kreis gedreht. Die beiden Protagonisten waren für mich während der gesamten Erzählung eher distanziert und haben wenig Einblicke in ihre Gedanken- und Gefühlswelt zugelassen. Auch ihre Beziehung hatte für mich keine verständliche Basis, sodass ich mich häufiger gefragt habe, warum die beiden überhaupt ein Paar sind.
Besonders gut gefallen hat mir, wie das zeitgeschichtliche Geschehen in die Handlung eingebaut war, so zum Beispiel die Corona-Krise, der Anschlag auf die Synagoge in Halle, die Geschehnisse um George Floyd, wie auch der Terrorangriff der Hamas auf Israel.
Die Themen Herkunft und Zugehörigkeit waren schön in die Geschichte eingearbeitet, wohingegen Religion und auch die Ausführungen rund um die Chasaren für mich etwas überhand genommen haben und mir zu vorherrschend waren, auch wenn ich ein bisschen Wissen über Bräuche & Traditionen im Judentum von der Geschichte mitnehmen konnte.
Gegen Ende der Geschichte spitzt sich die Handlung dann noch etwas zu und kommt letztlich zu einem grausamen Höhepunkt, der mich total mitgenommen hat und die zuvor von mir eher als zäh empfundene Geschichte dann doch noch etwas gerettet hat, das Ruder jedoch nicht ganz herumreißen konnte.
Was der Roman schmerzlich aufzeigt ist, dass Liebe manchmal nicht ausreicht, um Lücken, die aufgrund von unterschiedlichen Lebenswelten und damit verbundenen Traditionen, zu füllen bzw. zu überwinden.
⭐️ F A Z I T
Ich kann gar nicht genau sagen, an was es letztlich lag: ob es meine zu hohen Erwartungen an die Geschichte waren, dass ich mich „zu alt“ für die Geschichte gefühlt habe (obwohl die beiden Protagonisten nur ein paar Jahre jünger sind als ich), die fragliche Beziehung der beiden oder dass es thematisch einfach nicht das war, was ich mir vom Klappentext erhofft habe.
Vermutlich eine Kombination aus allen zuvor genannten Punkten, die abschließend dazu führen, dass mich die Geschichte bis auf ein paar wenige Seiten relativ kaltgelassen und auch irgendwo enttäuscht zurücklässt..
Ich hätte wirklich gerne etwas anderes geschrieben und habe bis zur letzten Seite gehofft, dass mich das Buch doch noch erreichen kann, aber leider war dem nicht so.
Aber wie sagt man so schön: Geschmäcker sind verschieden 🤷♀️
Ich bin schon gespannt auf andere Rezensionen und hoffe sehr, dass das Buch dort mehr Anklang findet.