Liebe mit Hindernissen

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herbstrose Avatar

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Beim Schüleraustausch in der Bretagne lernten sie sich kennen, später als Studenten treffen sie sich auf einer Party wieder und verliebten sich ineinander, obwohl sie aus verschiedenen Verhältnissen kommen. Anton ist Jude und kommt aus einer gut betuchten Familie von Akademikern, Alma ist mit Mutter und Stiefvater in einer ärmlichen Gegend von Berlin aufgewachsen. Die beiden ziehen zusammen, doch kann Liebe diese Unterschiede verwinden? Sie streiten und versöhnen sich, bis Anton zum Studium nach New York zieht und Alma zum Judentum konvertieren will – und jeder seinen eigenen Weg geht. Doch dann kommt der 7. Oktober 2023, als die Hamas in Israel einfallen, Menschen verschleppen und foltern – der Beginn des Gaza-Krieges. Anton ist verzweifelt, seine Großeltern leben in Israel, und er findet bei den Freunden in den USA keinen Trost. So kehrt er zu Alma zurück und sucht bei ihr Zuflucht. Diese hat inzwischen ihre eigene Persönlichkeit entwickelt - und nun stimmt die Harmonie zwischen den beiden nicht mehr. Sie haben Geheimnisse voreinander – was letztendlich in einer Tragödie mündet …
Dana Vowinckel, geb. 1996 in Berlin, ist eine deutsche Schriftstellerin. Ihr Vater ist ein US-amerikanischer Literaturwissenschaftler jüdischen Glaubens, ihre Mutter ist eine protestantische deutsche Historikerin. Während ihrer Schulzeit verbrachte sie die Ferien oft bei ihren jüdischen Großeltern in Chicago. Im Alter von elf Jahren konvertierte sie zu Judentum. „Anton und Alma“ (2026, Suhrkamp Verlag) ist der zweite Roman der Autorin. Er hat es auf die Shortlist zum Deutschen Buchpreis 2026 geschafft. Dana Vowinckel lebt heute in Berlin.
Der Roman war für mich interessant, aber ich fand ihn inhaltlich streckenweise zu langatmig erzählt. Gedanken, Beobachtungen und Situationen standen im Vordergrund, wodurch die Handlung häufig an Dynamik verloren hatte. Meiner Meinung nach hätte sich die Geschichte wesentlich kürzer erzählen lassen. Bis zur Hälfte des Buches war ich oft daran, das Lesen abzubrechen. Gegen Ende wurde der Roman für mich dann deutlich besser, die Erzählweise wurde straffer, schneller und fokussierter, wodurch mich auch die Handlung stärker gepackt hat. Das Lesen empfand ich flüssiger und das Geschehen dadurch auch interessanter. Ich hätte mir gewünscht, dass diese Konzentration auf das Wesentliche schon früher stattgefunden hätte. Mich hat nicht der Inhalt, sondern die langatmige und stellenweise auch vulgäre Erzählweise gestört.
Fazit: Über dieses Buch sollte sich jeder seine eigene Meinung bilden – für mich war es eine Enttäuschung!