Tragisch, herzzerreißend, wunderschön. Klug, vielschichtig, inspirierend. Ein Meisterinnenwerk.
Anton und Alma. Selten – vielleicht noch nie – hat mich ein Buch dermaßen berührt und mitgerissen. Es ist die Liebesgeschichte von Anton und Alma, die langsam wächst, riesengroß wird, kompliziert, tragisch und wunderschön ist. Und es ist eine Geschichte über Familie und Freund:innenschaft, über Religion und Politik, über Krieg und Antisemitismus.
Abwechselnd wird aus Almas und Antons Perspektive erzählt, in einer Sprache, die ganz besonders und außergewöhnlich ist. Auf mich hatte diese Erzählweise eine ganz besondere Wirkung: Sie schafft Unmittelbarkeit, Echtheit und Nähe; die Geschichte hat mich mitgerissen und eingesogen, und ich war viel zu schnell durch mit den doch über 500 Seiten.
Besonders gut gefallen haben mir die Einblicke in Jüdisches Leben in Deutschland sowie in die konkreten Auswirkungen von Antisemitismus – nicht als abstrakte Schlagzeile, sondern als Realität, die das Leben echter Menschen, jeder einzelnen jüdischen Person, unmittelbar prägt. Auch die differenzierte Auseinandersetzung mit den unterschiedlichen Positionen und Argumenten rund um Israel und Gaza, die israelische Siedlungspolitik und den Krieg fand ich sehr gelungen. Die innere Zerrissenheit und der Zwiespalt, der zwischen Freund:innen und innerhalb von Familien entstehen kann, wurden spürbar und nachvollziehbar vermittelt. Besonders stark fand ich zudem, wie mühelos all diese komplexen Themen und Perspektiven in die Handlung eingeflochten wurden, ohne dabei jemals belehrend zu wirken. „Anton und Alma“ wird dadurch zu einem wichtigen und wertvollen Zeugnis unserer Zeit.
Was mich jedoch am meisten begeistert hat, waren Anton und Alma als Figuren – und als Menschen. Denn genauso haben sie sich angefühlt: echt, lebendig und greifbar. Dana Vowinckel hat zwei Protagonist:innen geschaffen, die so vielschichtig, fehlerhaft und zugleich nahbar sind, dass sie im Laufe der Geschichte für mich beinahe zu Freund:innen geworden sind. Ich habe mit ihnen mitgefühlt und mitgelitten, mit ihnen gelacht und geweint. Gerne hätte ich sie auf ihren Schwimmausflügen oder bei ihren Kochabenden begleitet, stundenlange Gespräche mit ihnen geführt oder sie einfach in den Arm genommen. Das Ende hat mich tief erschüttert, fassungslos zurückgelassen und zu Tränen gerührt; es fühlte sich wie ein Abschied von lieben Freund:innen an, zu dem ich nicht bereit war.
Diese meisterinnenhafte Ausarbeitung der Charaktere verbunden mit der berührenden und klugen Geschichte sowie der genialen Sprache, macht „Anton und Alma“ für mich zu einem der großartigsten Bücher, die ich je gelesen habe.
Ich kann „Anton und Alma“ eigentlich jedem empfehlen, der liest – und auch all jenen, die es bisher nicht tun. Das Buch verbindet so viele unterschiedliche Themen und Perspektiven ist tiefgründig, klug und bereichernd, zugleich mitreißend und berührend. Für mich ein absolutes Lebenshighlight.
Abwechselnd wird aus Almas und Antons Perspektive erzählt, in einer Sprache, die ganz besonders und außergewöhnlich ist. Auf mich hatte diese Erzählweise eine ganz besondere Wirkung: Sie schafft Unmittelbarkeit, Echtheit und Nähe; die Geschichte hat mich mitgerissen und eingesogen, und ich war viel zu schnell durch mit den doch über 500 Seiten.
Besonders gut gefallen haben mir die Einblicke in Jüdisches Leben in Deutschland sowie in die konkreten Auswirkungen von Antisemitismus – nicht als abstrakte Schlagzeile, sondern als Realität, die das Leben echter Menschen, jeder einzelnen jüdischen Person, unmittelbar prägt. Auch die differenzierte Auseinandersetzung mit den unterschiedlichen Positionen und Argumenten rund um Israel und Gaza, die israelische Siedlungspolitik und den Krieg fand ich sehr gelungen. Die innere Zerrissenheit und der Zwiespalt, der zwischen Freund:innen und innerhalb von Familien entstehen kann, wurden spürbar und nachvollziehbar vermittelt. Besonders stark fand ich zudem, wie mühelos all diese komplexen Themen und Perspektiven in die Handlung eingeflochten wurden, ohne dabei jemals belehrend zu wirken. „Anton und Alma“ wird dadurch zu einem wichtigen und wertvollen Zeugnis unserer Zeit.
Was mich jedoch am meisten begeistert hat, waren Anton und Alma als Figuren – und als Menschen. Denn genauso haben sie sich angefühlt: echt, lebendig und greifbar. Dana Vowinckel hat zwei Protagonist:innen geschaffen, die so vielschichtig, fehlerhaft und zugleich nahbar sind, dass sie im Laufe der Geschichte für mich beinahe zu Freund:innen geworden sind. Ich habe mit ihnen mitgefühlt und mitgelitten, mit ihnen gelacht und geweint. Gerne hätte ich sie auf ihren Schwimmausflügen oder bei ihren Kochabenden begleitet, stundenlange Gespräche mit ihnen geführt oder sie einfach in den Arm genommen. Das Ende hat mich tief erschüttert, fassungslos zurückgelassen und zu Tränen gerührt; es fühlte sich wie ein Abschied von lieben Freund:innen an, zu dem ich nicht bereit war.
Diese meisterinnenhafte Ausarbeitung der Charaktere verbunden mit der berührenden und klugen Geschichte sowie der genialen Sprache, macht „Anton und Alma“ für mich zu einem der großartigsten Bücher, die ich je gelesen habe.
Ich kann „Anton und Alma“ eigentlich jedem empfehlen, der liest – und auch all jenen, die es bisher nicht tun. Das Buch verbindet so viele unterschiedliche Themen und Perspektiven ist tiefgründig, klug und bereichernd, zugleich mitreißend und berührend. Für mich ein absolutes Lebenshighlight.