Zwischen Liebe, Herkunft und Identität
Die Geschichte von ‚Anton und Alma’ scheint zunächst die einer Liebe auf den ersten Blick. Zumindest für Alma. Aber doch ist sie das zugleich überhaupt nicht. Denn zwischen den beiden schwingt von Anfang an nicht nur Liebe sondern auch Zweifel: Identitätssuche, Unsicherheiten, Herkunft, Alltag. Das Leben eben - fernab einer gescripteten Love Story.
‚Anton und Alma‘ begegnen sich zum ersten Mal bei einem Schüleraustausch, viele Jahre später kreuzen sich ihre Wege eher zufällig erneut. Sie finden zueinander und gleichzeitig immer wieder nicht. Ihre Beziehung ist alles andere als geradlinig. Das Leben kommt dazwischen, ebenso ihre Herkunft und schließlich auch das jüngste Weltgeschehen.
Anton und Alma, dass sind zwei Charaktere, die ich zugleich verstehen und nicht verstehen konnte. Sie sind widersprüchlich, manchmal schwer greifbar und machen es dem Leser nicht unbedingt leicht. Gerade dadurch wirken so unheimlich lebendig und echt. Dana Vowinckel erzählt keine Liebesgeschichte, in der sich zwei Menschen einfach finden sondern auch weiter ihren persönlichen Platz in der Welt zu verstehen zu versuchen.
Besonders gefallen hat mir die moderne, beinahe gegenwärtig wirkende Sprache und die Einbindung von Popkultur, Politik und Weltgeschehen. Gleichzeitig öffnet der Roman viele sehr interessante und informative Berührungspunkte mit dem Judentum, aber auch Fragen nach Glaube und Herkunft im Generellen. Die Fragestellung, was jüdisches Leben heute in Deutschland aber auch über die Grenzen Europas hinaus bedeutet, fand ich sehr spannend. Was ist Herkunft? Was ist Glaube? Und wo beginnt und endet die eigene Identität?
‚Anton und Alma‘ ist ein Roman, der nicht nur inhaltlich fordert sondern auch emotional. Die Geschichte ist intensiv und sehr bildlich, schmerzhaft wie überraschend. Sie zieht in ihren Bann und lässt einen nicht mehr los.
Vowinckels Roman hat mich in den letzten Wochen wirklich gefordert. Was ist kein Buch, die man schnell durchlesen kann und ich wollte dieses Buch auch nicht einfach „nur“ lesen. Ich wollte in die Geschichte von Anton und Alma so tief wie möglich eintauchen und ihre Emotionen, Entwicklungen und ihr Leben aufnehmen und verstehen. Ich wollte in diesem Buch bleiben. Auch wenn die letzten Seiten so viel Kraft gekostet haben zu lesen.
Ich habe Dana Vowinckels ersten Roman ‚Gewässer im Ziplock‘ bereits sehr gemocht. Und auch wenn die Bücher inhaltlich nichts miteinander zu tun haben, empfinde ich ‚Anton und Alma‘ als eine wundervolle Weiterentwicklung - sowohl sprachlich als auch inhaltlich. Es fühlt sich an, als wäre Vowinckels Romane ganz schön reif und erwachsen geworden.
Nimm dir unbedingt Zeit für dieses Buch. Du wirst es nicht bereuen.
‚Anton und Alma‘ begegnen sich zum ersten Mal bei einem Schüleraustausch, viele Jahre später kreuzen sich ihre Wege eher zufällig erneut. Sie finden zueinander und gleichzeitig immer wieder nicht. Ihre Beziehung ist alles andere als geradlinig. Das Leben kommt dazwischen, ebenso ihre Herkunft und schließlich auch das jüngste Weltgeschehen.
Anton und Alma, dass sind zwei Charaktere, die ich zugleich verstehen und nicht verstehen konnte. Sie sind widersprüchlich, manchmal schwer greifbar und machen es dem Leser nicht unbedingt leicht. Gerade dadurch wirken so unheimlich lebendig und echt. Dana Vowinckel erzählt keine Liebesgeschichte, in der sich zwei Menschen einfach finden sondern auch weiter ihren persönlichen Platz in der Welt zu verstehen zu versuchen.
Besonders gefallen hat mir die moderne, beinahe gegenwärtig wirkende Sprache und die Einbindung von Popkultur, Politik und Weltgeschehen. Gleichzeitig öffnet der Roman viele sehr interessante und informative Berührungspunkte mit dem Judentum, aber auch Fragen nach Glaube und Herkunft im Generellen. Die Fragestellung, was jüdisches Leben heute in Deutschland aber auch über die Grenzen Europas hinaus bedeutet, fand ich sehr spannend. Was ist Herkunft? Was ist Glaube? Und wo beginnt und endet die eigene Identität?
‚Anton und Alma‘ ist ein Roman, der nicht nur inhaltlich fordert sondern auch emotional. Die Geschichte ist intensiv und sehr bildlich, schmerzhaft wie überraschend. Sie zieht in ihren Bann und lässt einen nicht mehr los.
Vowinckels Roman hat mich in den letzten Wochen wirklich gefordert. Was ist kein Buch, die man schnell durchlesen kann und ich wollte dieses Buch auch nicht einfach „nur“ lesen. Ich wollte in die Geschichte von Anton und Alma so tief wie möglich eintauchen und ihre Emotionen, Entwicklungen und ihr Leben aufnehmen und verstehen. Ich wollte in diesem Buch bleiben. Auch wenn die letzten Seiten so viel Kraft gekostet haben zu lesen.
Ich habe Dana Vowinckels ersten Roman ‚Gewässer im Ziplock‘ bereits sehr gemocht. Und auch wenn die Bücher inhaltlich nichts miteinander zu tun haben, empfinde ich ‚Anton und Alma‘ als eine wundervolle Weiterentwicklung - sowohl sprachlich als auch inhaltlich. Es fühlt sich an, als wäre Vowinckels Romane ganz schön reif und erwachsen geworden.
Nimm dir unbedingt Zeit für dieses Buch. Du wirst es nicht bereuen.