Ein Blick hinter die heile Fassade

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ravenmoon Avatar

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Das Cover:
Mit dem Cover werde ich persönlich nicht ganz warm. Das Motiv des Mädchens passt zwar zum Titel und die verschlungenen Linien vermitteln etwas Verstörendes, insgesamt wirkt die Gestaltung auf mich aber etwas überladen und unruhig. Gerade die große, sehr dominante Typografie und die verschiedenen Farben darin nehmen dem Motiv für meinen Geschmack etwas von seiner Wirkung. Es weckt zwar Aufmerksamkeit, wirkt auf mich aber weniger wie ein hochwertiger Thriller und eher etwas plakativ.

Leseeindruck:
Was zunächst wie das Bild einer glücklichen Familie wirkt, bekommt schon auf den ersten Seiten Risse. Nathalie erzählt von ihrem scheinbar perfekten Leben mit Ehemann Gabriel und Tochter Ruby, doch zwischen den Zeilen spürt man schnell, dass hier einiges nicht stimmt.

Besonders Ruby macht mich neugierig. Ihr Verhalten, ihre ungewöhnlichen Bilder und die Art, wie Nathalie ihre Tochter gegenüber der Außenwelt abschirmt, werfen jede Menge Fragen auf. Gleichzeitig wirkt Nathalie selbst zunehmend unzuverlässig – und spätestens nach dem verstörenden Albtraum vom Beginn frage ich mich, wem man hier eigentlich noch trauen kann.

Sehr atmosphärisch und mit genau der richtigen Portion Unbehagen – ich möchte unbedingt wissen, was hinter dieser Familie steckt.