„Von der ersten Seite an liegt etwas in der Luft“

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tonidon_t Avatar

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Mein erster Eindruck von „Aprikosenkind“ ist überraschend positiv. Schon das Cover hat mich neugierig gemacht und wirkt auf mich gleichzeitig schlicht und stimmungsvoll. Besonders angesprochen hat mich aber die Leseprobe selbst. Judith Merchants Schreibstil liest sich sehr flüssig, dabei schafft sie es, alltägliche Situationen mit einer unterschwelligen Unruhe zu versehen. Der Einstieg mit Nathalies Albtraum hat mich sofort gepackt – vor allem die Vorstellung, dass sie ein Gesicht sieht, das ihrem eigenen gleicht, sorgt direkt für viele Fragen.

Nathalie finde ich als Hauptfigur bisher besonders interessant. Nach außen scheint sie ein glückliches Familienleben mit ihrem Mann Gabriel und ihrer Tochter Ruby zu führen, gleichzeitig merkt man schnell, dass unter dieser scheinbaren Idylle einiges verborgen liegt. Auch Ruby ist eine spannende Figur. Ihre besondere Art und ihre ungewöhnlichen Zeichnungen machen mich neugierig, und ich frage mich, welche Bedeutung dahintersteckt.

Sehr gut gefallen mir außerdem die kleinen humorvollen Momente zwischen Nathalie und Gabriel. Dadurch wirkt die Familie zunächst sehr authentisch und nahbar, was den Gegensatz zu den düsteren Andeutungen noch verstärkt.

Ich erwarte eine Geschichte, in der sich die zunächst idyllische Fassade der Familie nach und nach auflöst und immer mehr Geheimnisse ans Licht kommen. Besonders gespannt bin ich darauf, was es mit Nathalies Vergangenheit, den Albträumen und Rubys Verhalten auf sich hat. Die Leseprobe hat für mich genau die richtige Mischung aus Familiengeschichte, psychologischer Spannung und unheimlicher Atmosphäre geschaffen. Deshalb würde ich sehr gerne weiterlesen und herausfinden, was wirklich hinter Nathalies scheinbar perfektem Leben steckt.