🍑 Wenn das eigene Kind zum Rätsel wird🍑🖤

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anja_aus_nickern Avatar

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Schon das Cover von „Das Aprikosenkind“ hat mich neugierig gemacht. Die Kritzeleien in rosa, der schwarze Hintergrund und die Kinderfigur zeigen eine Bedrohung, die noch nicht greifbar ist.
Nathalie liebt ihre fast sechsjährige Tochter Ruby über alles. Schließlich war Ruby nicht leicht zu bekommen, umso verständlicher, dass sie ihr ganzes Herzblut in ihre Tochter steckt. Doch Ruby ist anders. Sie spielt im Kindergarten kaum mit anderen Kindern, zieht sich zurück und malt Bilder, die so gar nicht zu ihrem Alter passen. Die Erzieherin ist besorgt und auch Nathalie beginnt sich zu fragen, was hinter dem Verhalten ihrer Tochter steckt.
Was stimmt nicht mit Ruby?

Besonders spannend finde ich dabei Nathalies Sichtweise als Logopädin. Sie steht einer Welt, in der Kinder ständig gefördert, optimiert und miteinander verglichen werden, kritisch gegenüber. Doch wo endet die berechtigte Skepsis gegenüber diesem Förderwahn und wo beginnt das Verdrängen eines Problems?
Die Leseprobe hat bei mir sofort zahlreiche Fragen aufgeworfen. Ist Ruby einfach nur ein außergewöhnliches Kind? Oder steckt hinter ihrem Verhalten etwas viel Beunruhigenderes? Und wie weit würde eine Mutter gehen, um ihr Kind zu schützen?

Ich habe das Gefühl, dass Judith Merchant hier einen Psychothriller geschaffen hat, der nicht mit blutigen Tatorten reizt, um für Nervenkitzel zu sorgen. Gerade die Vorstellung, dass das Grauen möglicherweise mitten im Familienalltag steckt, finde ich unglaublich spannend.

„Das Aprikosenkind“ steht deshalb definitiv auf meiner Leseliste. Ich möchte unbedingt herausfinden, was mit Ruby wirklich los ist. Ich würde den Thriller sehr gern komplett lesen und rezensieren.