Wenn das Familienglück plötzlich nicht mehr perfekt scheint

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onlywithelisa Avatar

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Was passiert, wenn das lang ersehnte Familienglück plötzlich nicht mehr so perfekt aussieht, wie man geglaubt hat? Genau diese Frage hat mich nach der Leseprobe von „Aprikosenkind“ beschäftigt.

Nathalie hat mit ihrer Tochter Ruby und ihrem Mann Gabriel eigentlich alles, was sie sich immer gewünscht hat. Doch die ruhige Idylle auf dem Land bekommt nach und nach etwas Unheimliches. Ruby ist anders als andere Kinder, dann passieren merkwürdige Dinge und Nathalie beginnt zunehmend daran zu zweifeln, ob sie sich in ihrem eigenen Zuhause wirklich sicher fühlen kann.

Ich mochte besonders, wie langsam diese Unsicherheit aufgebaut wird. Es passiert nicht sofort etwas Spektakuläres, trotzdem hatte ich beim Lesen ständig das Gefühl, dass irgendetwas nicht stimmt. Vor allem Rubys Zeichnungen haben meine Neugier geweckt. Sie wirken zunächst vielleicht wie die ungewöhnlichen Bilder eines Kindes, bekommen durch die Atmosphäre der Geschichte aber eine ganz andere Bedeutung. Ich möchte unbedingt wissen, was Ruby damit ausdrücken möchte.

Auch Nathalie finde ich als Hauptfigur interessant. Sie wirkt nicht wie die typische Thrillerfigur, sondern eher wie eine Mutter, die versucht, ihr Leben und ihre Familie zusammenzuhalten und dabei immer mehr verunsichert wird. Besonders spannend finde ich die Frage, ob ihre Befürchtungen tatsächlich begründet sind oder ob sie vielleicht selbst etwas übersieht.

Der Schreibstil hat mir sehr gut gefallen. Die Leseprobe ließ sich flüssig lesen und trotzdem wurde eine angenehme, unterschwellige Spannung erzeugt. Gerade die scheinbar normalen Szenen zwischen Nathalie und Gabriel fand ich gelungen, weil dadurch die Familie zunächst sehr authentisch wirkt und die düsteren Momente umso stärker auffallen.

Auch das Cover gefällt mir inzwischen viel besser als beim ersten Blick. Zuerst fand ich es einfach ungewöhnlich, aber nach der Leseprobe passt es für mich erstaunlich gut zu der Geschichte. Es vermittelt genau dieses leicht mulmige Gefühl, das auch beim Lesen entsteht.

Und dann bleibt natürlich die große Frage nach dem Titel: Warum heißt das Buch „Aprikosenkind“? Auch darauf möchte ich unbedingt eine Antwort haben.

Die Leseprobe war für mich viel zu schnell zu Ende. Ich habe jetzt so viele Fragen im Kopf, dass ich unbedingt wissen möchte, wie es mit Nathalie und Ruby weitergeht und was wirklich hinter den merkwürdigen Ereignissen steckt. Kann Nathalie ihrem Gefühl vertrauen? Was hat es mit Rubys Zeichnungen auf sich und welche Geheimnisse kommen noch ans Licht?

Für mich ist „Aprikosenkind“ ein sehr vielversprechender Einstieg in einen Psychothriller, der nicht sofort alles preisgibt, sondern seine Spannung langsam aufbaut. Die Mischung aus Familiengeschichte, psychologischer Spannung und dieser leicht beklemmenden Atmosphäre hat mich neugierig gemacht. Ich würde deshalb sehr gerne weiterlesen und herausfinden, was hinter der scheinbar perfekten Idylle steckt.