Wenn das perfekte Familienglück einen Schatten wirft.
Schon das Cover von "Aprikosenkind" fasziniert mich irgendwie total, denn der Kontrast von der weißen Kinderfigur mit den Kritzeleien, und dem dunklen Hintergrund strahlen sofort etwas Beunruhigendes aus. Der Einstieg packt einen direkt mit einer beklemmenden Albtraumszene, in der die Protagonistin vor einem spiegelbildlichen Gesicht aufschreckt, bevor die Handlung scheinbar radikal in ein harmonisches Familienidyll umschlägt.
Judith Merchants Schreibstil ist dabei unglaublich flüssig, bildhaft und psychologisch feinfühlig, und sie schafft es, alltägliche Momente voller Leichtigkeit zu erzählen und gleichzeitig einen düsteren Unterton mitzubringen.
Nathalie wirkt auf den ersten Blick wie eine liebevolle, beschützende Mutter, offenbart aber rasch ihre eigene, tief sitzende Unsicherheit, ihre Isolationssucht und eine fast schon krampfhafte Fixierung auf dieses mühsam erreichbare Familienglück.
Ihre Tochter Ruby ist ein unheimlich faszinierender und mysteriöser Charakter, deren Entwicklungsverzögerungen, Verweigerung von Zeichnungen und die rätselhaften gemalten Rechtecke sofort Fragezeichen im Kopf aufwerfen. Auch die Nebenfiguren, wie die Kita-Leiterin Jenny oder die ungewollt aufdringliche Dorfgemeinschaft, bringen spürbare Dynamik und unterschwellige Spannungen in die Szenen.
Der Spannungsaufbau gelingt hervorragend, weil der anfängliche Schockmoment nie ganz verblasst und man ständig spürt, dass hinter den scheinbar perfekten Fassaden von Landleben, Biberbettwäsche und Kindergartengesprächen etwas Dunkles aus Nathalies Vergangenheit lauert.
Ich erwarte von der restlichen Geschichte einen packenden Psychothriller, der nach und nach enthüllt, was damals wirklich geschehen ist, und welches Geheimnis sich hinter Rubys Verhalten verbirgt. Ich möchte erfahren, wie brüchig dieses vermeintliche Glück wirklich ist.
Judith Merchants Schreibstil ist dabei unglaublich flüssig, bildhaft und psychologisch feinfühlig, und sie schafft es, alltägliche Momente voller Leichtigkeit zu erzählen und gleichzeitig einen düsteren Unterton mitzubringen.
Nathalie wirkt auf den ersten Blick wie eine liebevolle, beschützende Mutter, offenbart aber rasch ihre eigene, tief sitzende Unsicherheit, ihre Isolationssucht und eine fast schon krampfhafte Fixierung auf dieses mühsam erreichbare Familienglück.
Ihre Tochter Ruby ist ein unheimlich faszinierender und mysteriöser Charakter, deren Entwicklungsverzögerungen, Verweigerung von Zeichnungen und die rätselhaften gemalten Rechtecke sofort Fragezeichen im Kopf aufwerfen. Auch die Nebenfiguren, wie die Kita-Leiterin Jenny oder die ungewollt aufdringliche Dorfgemeinschaft, bringen spürbare Dynamik und unterschwellige Spannungen in die Szenen.
Der Spannungsaufbau gelingt hervorragend, weil der anfängliche Schockmoment nie ganz verblasst und man ständig spürt, dass hinter den scheinbar perfekten Fassaden von Landleben, Biberbettwäsche und Kindergartengesprächen etwas Dunkles aus Nathalies Vergangenheit lauert.
Ich erwarte von der restlichen Geschichte einen packenden Psychothriller, der nach und nach enthüllt, was damals wirklich geschehen ist, und welches Geheimnis sich hinter Rubys Verhalten verbirgt. Ich möchte erfahren, wie brüchig dieses vermeintliche Glück wirklich ist.