Athmosphärisch

Voller Stern Voller Stern Voller Stern Voller Stern Leerer Stern
nessaja Avatar

Von


Aprikosenkind

Nathalie hat das Leben, das sie sich so lange gewünscht hat: sie lebt mit Mann und Kind auf dem Land, kümmert sich hingebungsvoll um das Kind. Aber irgendetwas stimmt mit dem Kind nicht. Nur mit dem Kind?
Geschrieben wurde das Buch von Judith Merchant. Dies ist das erste Buch, das ich von ihr gelesen habe, aber ihre Bücher „Schweig“ und „Atme“ würde ich auch gerne noch lesen.
Schon rein optisch ist das „Aprikosenkind“ ganz besonders. Die Kombi aus den Farben, dem Buchschnitt und dem Motiv finde ich sehr gelungen und ein absoluter Eye-Catcher.
Erschienen ist das Buch bei Kiepenheuer & Witsch, es umfasst 374 Seiten und ist eingeteilt in wirklich kurze Sinneinheiten, teilweise mit Perspektivwechseln und Zeitsprüngen, was das ganze abwechslungsreich und auch ein wenig herausfordernd macht. Zu verwirrend war es aber nicht.
Ich muss sagen, dass Judith Merchant mich von der ersten Seite an komplett abgeholt hat. Ich musste weder mit dem Schreibstil noch mit der Geschichte warm werden. Sehr schnell hat sich eine ganz besondere Stimmung entwickelt und es war klar, dass hier irgendetwas ganz und garnicht stimmt. Immer wieder gab es Wendungen, die ich nicht habe kommen sehen und dann einen Schluss, der mich nicht vollkommen zufrieden gestellt hat. Insgesamt ein großes Lesevergnügen. Den einen Stern gebe ich nicht, weil mir am Ende noch irgendetwas gefehlt hat, aber das ist Lamenti auf hohem Niveau. Empfehlen kann ich das Buch auf jeden Fall!