Das Münchhausen-Stellvertreter-Syndrom
Der Psychothriller „Aprikosenkind“ erzählt die Geschichte eines Paares, Gabriel und Nathalie, aus dem Westerwald und ihrer Tochter Ruby. Obwohl Gabriel die kleine Ruby mit in die Beziehung gebracht hat, opfert Nathalie alles, um für das Kind gut zu sorgen und eine vorbildliche Mutter zu sein. Da das Kind sich von anderen Kindern gleichen Alters in ihren Fähigkeiten und Fertigkeiten unterscheidet, geht Nathalie diesem auf die Spur, auch weil Gabriel ihr erzählt, dass seine Exfrau und die wahre Mutter von Ruby Drogen genommen und stark getrunken hat und das Kind bereits krank auf die Welt kam. Erst im Laufe ihrer Beziehung stellt sie fest, dass diese Aussagen nicht stimmen und dass Gabriel für die Beeinträchtigungen von Ruby verantwortlich ist. Als er ihr gegenüber noch handgreiflich wird, versucht sie, einen Schlussstrich unter die Beziehung zu ziehen und mit Ruby zu flüchten. Ein spannendes Buch mit einem tollen Cover nach Kratzbildtechnik. Mir gefällt der Schreibstil sehr, er spiegelt die Gedanken der Personen wider und lässt den Leser an deren Leben teilhaben.