Ein fesselnder, eingängig erzählter Thriller
Inhalt: Nathalies Leben ist fast perfekt: Mit ihrem fürsorglichen Mann Gabriel lebt sie in einem gemütlichen Haus auf dem Land; auch der lange Zeit unerfüllte Kinderwunsch ist durch ihre kleine Tochter Ruby Wirklichkeit geworden. Doch: Mit Ruby läuft nicht alles rund. Sie steht kurz vor der Einschulung, aber die Erzieherinnen im Kindergarten vermuten eine Entwicklungsverzögerung, da Ruby kaum mit anderen Kindern spielt und einförmige Bilder malt. Zudem kommt es zu seltsamen Vorkommnissen in Nathalies Haus: Zuvor geschlossene Fenster und Türen sind plötzlich geöffnet. Ihre Vergangenheit scheint Nathalie einzuholen…
Persönliche Meinung: “Aprikosenkind” ist ein Thriller von Judith Merchant. Erzählt wird die Handlung aus den zwei Ich-Perspektiven von Nathalie und Gabriel, wobei Nathalie die Hauptperspektive bildet. Besonders stark an dem Thriller ist das erste Drittel: Man ahnt als Lesender, dass Gabriel und Nathalie unzuverlässig erzählen, irgendetwas scheinen sie zurückzuhalten, ihr Leben scheint nicht so perfekt zu sein, wie sie glauben machen wollen. Kurz: Beide sind auf ihre Art merkwürdig. Genau greifen kann man dies beim Lesen aber nicht, sodass sich eine permanente, subtile Rätselspannung durch den ersten Teil des Thrillers zieht. Ab dem zweiten Teil des Bandes werden nach und nach Informationshäppchen geliefert, mit denen man die Vergangenheit der kleinen Familie rekonstruieren kann. Hier werden mehrere Abgründe offenbart, wobei sich zudem einige schöne Wendungen finden. Der Schluss verlief für mich allerdings etwas zu gradlinig: Da ich Judith Merchants fesselnde und sehr empfehlenswerte Thriller “Atme!” und “Schweig!” kenne, hatte ich noch einen überraschenden Wende- bzw. Höhepunkt erwartet, was bei “Aprikosenkind” allerdings nicht in der Form der Fall war (aber das ist auch “Meckern” auf hohem Niveau). Judith Merchant erzählt den Thriller sehr lebendig: Einerseits wirken Szenen im Kindergarten, das Verhalten von Ruby und die Gespräche mit (z. T. speziellen) Erzieherinnen und Elternteilen authentisch, andererseits werden insbesondere die Gedanken von Nathalie, ihre Ängste, Hoffnungen sowie Wünsche, anschaulich beschrieben. Insgesamt ist “Aprikosenkind” ein fesselnder, eingängig erzählter Thriller über eine Familie, in der wenig so ist, wie es scheint.
Persönliche Meinung: “Aprikosenkind” ist ein Thriller von Judith Merchant. Erzählt wird die Handlung aus den zwei Ich-Perspektiven von Nathalie und Gabriel, wobei Nathalie die Hauptperspektive bildet. Besonders stark an dem Thriller ist das erste Drittel: Man ahnt als Lesender, dass Gabriel und Nathalie unzuverlässig erzählen, irgendetwas scheinen sie zurückzuhalten, ihr Leben scheint nicht so perfekt zu sein, wie sie glauben machen wollen. Kurz: Beide sind auf ihre Art merkwürdig. Genau greifen kann man dies beim Lesen aber nicht, sodass sich eine permanente, subtile Rätselspannung durch den ersten Teil des Thrillers zieht. Ab dem zweiten Teil des Bandes werden nach und nach Informationshäppchen geliefert, mit denen man die Vergangenheit der kleinen Familie rekonstruieren kann. Hier werden mehrere Abgründe offenbart, wobei sich zudem einige schöne Wendungen finden. Der Schluss verlief für mich allerdings etwas zu gradlinig: Da ich Judith Merchants fesselnde und sehr empfehlenswerte Thriller “Atme!” und “Schweig!” kenne, hatte ich noch einen überraschenden Wende- bzw. Höhepunkt erwartet, was bei “Aprikosenkind” allerdings nicht in der Form der Fall war (aber das ist auch “Meckern” auf hohem Niveau). Judith Merchant erzählt den Thriller sehr lebendig: Einerseits wirken Szenen im Kindergarten, das Verhalten von Ruby und die Gespräche mit (z. T. speziellen) Erzieherinnen und Elternteilen authentisch, andererseits werden insbesondere die Gedanken von Nathalie, ihre Ängste, Hoffnungen sowie Wünsche, anschaulich beschrieben. Insgesamt ist “Aprikosenkind” ein fesselnder, eingängig erzählter Thriller über eine Familie, in der wenig so ist, wie es scheint.