Ein psychologischer Thriller, der mich lange rätseln ließ
Manchmal gibt es Bücher, bei denen man sich beim Lesen ständig fragt, wem man eigentlich noch glauben kann. Genau dieses Gefühl hatte ich bei Aprikosenkind von Judith Merchant. Ich mag psychologische Thriller, bei denen nicht alles offensichtlich ist und man versucht, die Zusammenhänge selbst zu entschlüsseln. Dieses Buch hat mich mit seiner beklemmenden Atmosphäre und den undurchsichtigen Beziehungen zwischen den Figuren schnell neugierig gemacht. Auch wenn mich nicht jede Entwicklung vollständig überzeugen konnte, habe ich die Geschichte insgesamt gerne gelesen.
Besonders gut gefallen hat mir, wie Judith Merchant die zwischenmenschlichen Beziehungen und die psychologischen Abgründe ihrer Figuren in den Mittelpunkt stellt. Die zunehmend unbehagliche Stimmung sorgt dafür, dass man das Verhalten der Beteiligten immer wieder hinterfragt und versucht, ihre Beweggründe zu verstehen. Ich habe beim Lesen häufig überlegt, wie die einzelnen Puzzleteile zusammenpassen könnten und wem ich eigentlich vertrauen kann. Gerade dieses Miträtseln und die Unsicherheit darüber, was hinter den Ereignissen steckt, machen für mich den Reiz des Buches aus.
Ein paar Fragen sind für mich allerdings offen geblieben. Vor allem hätte ich mir eine etwas ausführlichere Erklärung dazu gewünscht, was der Vater mit der Medikamentengabe bei seiner Tochter genau erreichen wollte. Die Hintergründe werden für meinen Geschmack nicht ausreichend deutlich, sodass ich seine Absichten am Ende nicht vollständig nachvollziehen konnte. Das hat meinen positiven Gesamteindruck zwar nicht grundlegend verändert, ließ mich aber mit einer gewissen Unzufriedenheit zurück.
Auch das Ende konnte mich nicht ganz abholen. Dass Nathalie und Rebecca sich schließlich so unkompliziert zusammenschließen, kam mir etwas zu plötzlich. Ich hätte mir gewünscht, dass ihre Annäherung stärker vorbereitet wird und sich ihre Entscheidung aus der bisherigen Entwicklung heraus nachvollziehbarer ergibt. Die Idee dahinter fand ich grundsätzlich interessant, die konkrete Umsetzung wirkte auf mich jedoch etwas konstruiert.
Davon abgesehen hat mich Aprikosenkind gut unterhalten. Judith Merchant schreibt flüssig und versteht es, eine spannende Atmosphäre aufzubauen. Die Figuren und ihre Beziehungen bieten viel Raum zum Nachdenken, und die Geschichte hält genügend offene Fragen bereit, um die Neugier aufrechtzuerhalten. Von mir gibt es 4 von 5 Sternen.
Besonders gut gefallen hat mir, wie Judith Merchant die zwischenmenschlichen Beziehungen und die psychologischen Abgründe ihrer Figuren in den Mittelpunkt stellt. Die zunehmend unbehagliche Stimmung sorgt dafür, dass man das Verhalten der Beteiligten immer wieder hinterfragt und versucht, ihre Beweggründe zu verstehen. Ich habe beim Lesen häufig überlegt, wie die einzelnen Puzzleteile zusammenpassen könnten und wem ich eigentlich vertrauen kann. Gerade dieses Miträtseln und die Unsicherheit darüber, was hinter den Ereignissen steckt, machen für mich den Reiz des Buches aus.
Ein paar Fragen sind für mich allerdings offen geblieben. Vor allem hätte ich mir eine etwas ausführlichere Erklärung dazu gewünscht, was der Vater mit der Medikamentengabe bei seiner Tochter genau erreichen wollte. Die Hintergründe werden für meinen Geschmack nicht ausreichend deutlich, sodass ich seine Absichten am Ende nicht vollständig nachvollziehen konnte. Das hat meinen positiven Gesamteindruck zwar nicht grundlegend verändert, ließ mich aber mit einer gewissen Unzufriedenheit zurück.
Auch das Ende konnte mich nicht ganz abholen. Dass Nathalie und Rebecca sich schließlich so unkompliziert zusammenschließen, kam mir etwas zu plötzlich. Ich hätte mir gewünscht, dass ihre Annäherung stärker vorbereitet wird und sich ihre Entscheidung aus der bisherigen Entwicklung heraus nachvollziehbarer ergibt. Die Idee dahinter fand ich grundsätzlich interessant, die konkrete Umsetzung wirkte auf mich jedoch etwas konstruiert.
Davon abgesehen hat mich Aprikosenkind gut unterhalten. Judith Merchant schreibt flüssig und versteht es, eine spannende Atmosphäre aufzubauen. Die Figuren und ihre Beziehungen bieten viel Raum zum Nachdenken, und die Geschichte hält genügend offene Fragen bereit, um die Neugier aufrechtzuerhalten. Von mir gibt es 4 von 5 Sternen.