Ein Thriller, der zum Weiterlesen zwingt
"Aprikosenkind" von Judith Merchant ist schon optisch gut gelungen. Über 370 Seiten Spannung sind mit in schwarz und aprico gehaltenen Cover mit Klappenumschlag und wunderbaren Farbschnitt im Kiepheuer & Witsch Verlag erschienen. Die Autorin erzählt aus verschiedenen Perspektiven die Geschichte einer kleinen Familie, die scheinbar alles hat. Über Nathalie erfährt man, dass Nathalie schon einen langen Weg zur Mutterschaft hinter sich hat, aber nun eine kleine Tochter hat, die sie über alles liebt. Leider ist Nathalie aber mit dem Mann an ihrer Seite nicht wirklich glücklich und die Tochter Ruby ist besonders, hat im Kindergarten Probleme, verhält sich nicht altersgerecht. Soweit noch alltäglich - langsam beschreibt die Autorin in anschaulicher Sprache Alltag, der sich immer mehr zu einem Albtraum entwickelt. Der Leser rätselt mit was real ist, wer hier was und warum verursacht und plant. Da sind Geheimnisse. Hin und her gerissen, wer nun gut oder böse ist, entwickelt sich der Thriller, der mir als Frau noch lange zu denken gibt. Ich empfehle Aprikosenkind allen Thrillerliebhabern, die nicht gleich über Leichen gehen müssen.