Ein Thriller mit einigen Schwächen

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Gabriel und Nathalie sind mit ihrer Tochter Ruby aufs Land gezogen. Auch damit Ruby, deren Entwicklung verzögert ist, in Ruhe und naturnah aufwachsen kann. Und zum anderen, weil die Familie beunruhigenden, stalkerartigen Zwischenfällen entkommen wollte. Doch irgendwas läuft in der ländlichen Idylle schief. Warum fühlt Nathalie sich immer mehr durch Gabriel isoliert. Warum darf sie sein Büro nicht betreten?

Die beklemmende Atmosphäre, die sich immer mehr über die Familie legt, ist das hauptsächliche Spannungselement mit dem die Autorin spielt. Und das gelingt ihr gut. Gar nicht gefallen haben mir die Hauptpersonen Gabriel und Nathalie, die unterwürfig und eingeschüchtert agierte. Und auch dem Desinteresse an qualifizierter Förderung ihrer Tochter. Und leider war für mich, allein durch die Zeichnung der Handelnden, schnell klar, in welche Richtung der Thriller läuft.

Der Schreibstil ist gut. Aber die einseitige Entwicklung, die ja in Jugendbüchern perfekt ist, finde ich hier nicht so „prickelnd“.

Für mich ein Buch, was man gut lesen kann. Leider ohne große Gänsehautmomente oder den Wunsch nochmal nachzusehen, ob man selbst die Haustür abgeschlossen hat. Es ist ok, aber nicht überragend ( eine 3,5).