Eine Meisterin der Illusion!

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Ein spannender Thriller von Kiepenheuer&Witsch, ab 1. Oktober druckfrisch im Handel

Wer die Autorin Judith Merchant kennt, weiß, dass sie eine Meisterin der Illusion ist. Charaktere sind oft nicht das, was sie scheinen, ihre Plottwist vorprogrammiert und unerwartet.

So auch in ihrem neuen Roman Aprikosenkind, in der eine kleine Familie ihren Traum verwirklicht hat und in einen kleinen Ort im Westerwald mit dem beschaulichen Namen Kirchbach aufs Land gezogen ist. Doch irgendetwas stimmt mit der Tochter Ruby nicht. Was, wenn nicht alles so idyllisch ist, wie es scheint?


Ruby entwickelt sich so, wie andere Kinder in ihrem Alter. Aus dem Kindergarten muss sie häufig abgeholt werden, sie malt nicht das, was andere Kinder malen, sie hat keine Lust auf soziale Kontakte und lebt auch zu Hause in ihrer Farbenwelt, kommuniziert anders.
Sowohl Gabriel, ihr Vater als auch ihre Mutter Nathalie kümmern sich liebevoll um sie, zeigen Verständnis und stellen sich auch wirklich gut auf sie ein.
Es ist schön zu lesen, wie sie sich nicht unterkriegen lassen, wie sie für die Andersartigkeit ihres Kindes kämpfen und ihr kein medizinisches Label aufdrücken wollen.
Man merkt es gar nicht, dass man einen Thriller liest.
Doch der ein oder andere Satz lässt einen schnell stutzig werden. Wer ist Nathalie eigentlich?
„Ich bin eine elende Betrügerin, das weiß ich selbst am allerbesten. Ich glaube nicht, dass ich jemanden täuschen kann, aber ich versuche es.“
Natalie ist doch so lieb, die könnte doch keiner Pflege was zu leide, tun. Und wieso glaubt Gabriel, dass seine Frau ihn nicht liebt, wo sie doch beide so fürsorglich miteinander umgehen?

Währenddessen hat Natalie immer wieder Albträume und auch Angst, sie könnte verfolgt werden. Während eines Spiele-Dates mit einem Nachbarsjungen (ein einmaliger Versuch, um soziale Kontakte zu knüpfen) steht plötzlich das Fenster im Kinderzimmer auf. Nur ein Versehen? Oder war jemand hier, den Natalie auf gar keinen Fall in ihrer Nähe haben möchte?

Und dann hat auch Ruby einen Albtraum. Es ist derselbe, den auch Nathalie immer wieder hat und das ganze wird immer mysteriöser.
Als nämlich Ruby doch mal ein Bild malt mit Menschen darauf, ist da eine zweite Frau zu sehen, und die ist tot!
Ausweinen kann sie sich nur bei Weingesprächen mit Betsy. Doch es sind keine echten Gespräche, denn Betsy ist nicht …

Bald schon erfährt man ein Geheimnis, das mehr als schockierend ist und die Familie im neuen Licht dastehen lässt, aber natürlich nicht verraten werden kann, denn, wie oben erwähnt, basieren Judith Merchants Thriller auf unerwarteten Plottwists. Welches Geheimnis hat Nathalie?Und was stimmt eigentlich mit Gabriel nicht? Da beginnt die Fassade zu bröckeln…

Und ihr müsst unbedingt herausfinden, warum