Nichts ist so, wie es zunächst scheint

Voller Stern Voller Stern Voller Stern Voller Stern Leerer Stern
steff_lesen Avatar

Von

Mit „ Aprikosenkind“ hat Judith Merchant ein spannendes Thriller geschrieben, der mich in vieler Hinsicht überrascht hat. Aufgrund des Klappentextes und der Leseprobe hatte ich mir eine ganz andere Geschichte vorgestellt, doch die Handlung entwickelte sich in eine völlig unerwartete Richtung.

Natalie scheint endlich ihr perfektes Familienglück gefunden zu haben. Gemeinsam mit ihrem Mann und ihrer lang ersehnten Tochter Ruby lebt sie in einem Haus auf dem Land. Doch irgendetwas stimmt mit Ruby nicht. Als Natalie eine beunruhigende Wahrheit auf der Spur, kommt ihr bisheriges Leben zunehmend ins Wanken.
Die Geschichte wird das unterschiedlichen Blickwinkel in verschiedenen Zeitabschnitten erzählt. Dadurch erfährt man nach und nach mehr über die Hintergründe und Zusammenhänge. Immer wieder kommen neue Erkenntnisse ans Licht, die für überraschende Wendung sorgen und die Spannung aufrecht erhalten.

Der Schreibstil hat mir ausgesprochen gut gefallen. Die Autorin schafft es, eine spannende Atmosphäre aufzubauen und den Leser immer wieder mit unerwarteten Entwicklung zu überraschen. Besonders die unterschiedlichen Perspektiven und Zeitsprünge machen die Geschichte interessant und sorgen dafür, dass man nach nach ein ganz anderes Bild von den Geschehnissen bekommt.

Ein spannender und überraschender Thriller, der sich völlig anders entwickelt hat, als ich es nach dem Klappentext erwartet hatte. Auch wenn mich Natalies schnelles Misstrauen gegenüber ihrem Mann etwas überrascht hat, konnte mich die Geschichte mit ihrem sehr guten Schreibstil und den unerwarteten Wendungen überzeugen.