Packender Thriller
Judith Merchant hat mit Aprikosenkind einen Roman geschaffen, den man einfach nicht mehr aus der Hand legen kann. Die Geschichte rund um Nathalie, die nach langem Warten mit ihrem Mann Gabriel und der sechsjährigen Tochter Ruby aufs Land zieht, beginnt wie eine idyllische Familiengeschichte. Doch die ruhige Atmosphäre kippt schnell in ein subtiles, unheimliches Verwirrspiel.
Was mich an dem Buch besonders begeistert hat, ist die feinfühlige Charakterzeichnung. Ruby ist ein stilles, in sich gekehrtes Mädchen, für das Nathalie alles aufgegeben hat. Man spürt in jedem Satz Nathalies tiefe Mutterliebe, aber auch ihre wachsende Verunsicherung. Wenn plötzlich Türen offen stehen, sich die Nachbarn seltsam verhalten und Gabriel versucht, alles als Einbildung abzutun, leidet und zweifelt man als Leser direkt mit ihr mit. Ist Nathalie überbesorgt, oder passiert hier wirklich etwas Bedrohliches?
Die Spannung baut sich meisterhaft auf. Ein Schlüsselmoment ist ein von Ruby gemaltes Bild, das eine Wende einleitet, mit der ich überhaupt nicht gerechnet habe. Judith Merchant versteht es perfekt, mit den Erwartungen zu spielen. Die Abgründe hinter der vermeintlichen Landidylle offenbaren sich Stück für Stück, und die Frage, welchen Preis Nathalie für ihr Familienglück zu zahlen bereit ist, hallt noch lange nach.
Ein nervenaufreibender und emotionaler Thriller über Muttersein, tief sitzende Geheimnisse und die Grenzen der Selbstaufopferung. Wer Wendungen liebt und eine stimmungsvolle, mitreißende Geschichte sucht, wird dieses Buch verschlingen.
Was mich an dem Buch besonders begeistert hat, ist die feinfühlige Charakterzeichnung. Ruby ist ein stilles, in sich gekehrtes Mädchen, für das Nathalie alles aufgegeben hat. Man spürt in jedem Satz Nathalies tiefe Mutterliebe, aber auch ihre wachsende Verunsicherung. Wenn plötzlich Türen offen stehen, sich die Nachbarn seltsam verhalten und Gabriel versucht, alles als Einbildung abzutun, leidet und zweifelt man als Leser direkt mit ihr mit. Ist Nathalie überbesorgt, oder passiert hier wirklich etwas Bedrohliches?
Die Spannung baut sich meisterhaft auf. Ein Schlüsselmoment ist ein von Ruby gemaltes Bild, das eine Wende einleitet, mit der ich überhaupt nicht gerechnet habe. Judith Merchant versteht es perfekt, mit den Erwartungen zu spielen. Die Abgründe hinter der vermeintlichen Landidylle offenbaren sich Stück für Stück, und die Frage, welchen Preis Nathalie für ihr Familienglück zu zahlen bereit ist, hallt noch lange nach.
Ein nervenaufreibender und emotionaler Thriller über Muttersein, tief sitzende Geheimnisse und die Grenzen der Selbstaufopferung. Wer Wendungen liebt und eine stimmungsvolle, mitreißende Geschichte sucht, wird dieses Buch verschlingen.