Psychothriller einer scheinbar perfekten Familie
Meinung:
Zugegeben, durch das Cover bin ich auf das Buch aufmerksam geworden, denn bisher kenne ich leider noch kein Buch der Autorin. Ich finde das Cover faszinierend, kindisch und gleichzeitig gruselig.
Die Autorin hat einen unglaublichen Schreibstil hat. Ganz ruhig und ohne große Aufregung aber doch wird man in den Bann gezogen.
Dieses Buch ist ein wenig anders als ich gedacht habe aber es hat eine Intensität die mich sofort gepackt hat. In kürzester Zeit wird man regelrecht in die Geschichte gezogen und auch wenn ziemlich schnell einzelne Vermutungen offenbart werden und man immer wieder ein Puzzelteil hingelegt bekommt mindert es in keinem Fall die Spannung dieses Thrillers.
Viele kleine Entwicklungen denen man anfangs nicht so viel Gewichtigkeit zugestehen sind aber genau nachher die Schlüssel die man benötigt.
Nathalie ist eine Protagonistin die ich ziemlich schnell mochte, vielleicht Anfangs auch ein wenig aus Mitleid doch die Stärke die sie nachher an den Tag legt ist erstaunlich. Man kann gar nicht allzu viel erzählen, da man dann Spoilern würde. Aber ich fand diese psychologische Wirkung in dem Buch so grandios. Zahlreiche Ungereimtheiten und seltsame Verhalten haben bei mir viele Fragen aufgeworfen. Man fängt an Gründe zu finden für das Verhalten aber irgendwie war es nicht immer so ganz passend.
Zum Ende habe ich dann aber für mich den passenden Gedanken verfolgt und bin dennoch überrascht worden von der Handlung.
Dieses Psychospiel war einfach so genial. Denn je mehr Nathalie ihre Tochter beschützen möchte umso gefährlicher wird es für sie.
Fazit:
Ein packender, nervenaufreibender Thriller der aber doch ziemlich ruhig und ohne viel Gewalt daher kommt. Und oft ist ja genau diese „leise“ Gewalt die gefährlichste!