Rubys Bild
Nathalie hat alles, was sie sich immer erträumt hat. Sie lebt auf dem Land, hat einen Mann, der sie liebt, und ihr Wunschkind Ruby. Doch Nathalies Traum hält nicht lange. Es passieren unerklärliche Dinge. Nathalies Mann Gabriel versucht, ihre Sorgen, als unbegründet abzutun. Als dann aber Ruby eine Zeichnung anfertigt, die den Tod von Nathalie zeigt, bricht Nathalies Welt zusammen. Judith Merchant hat einen wunderbaren, flüssigen Schreibstil. Die Charaktere sind großartig gezeichnet. Haben einen inneren Widerspruch, der eine Tiefe erzeugt. Erzählt wird aus verschiedenen Blickwinkeln, in kurzen Kapiteln. Im Fokus stehen die Ängste der Mutter, ihr Verfolgungswahn. Was ist wahr und was nicht. Durch den Einsatz von Rückblenden werden tröpfchenweise Informationen freigegeben. Dadurch wird ein gewisser Sog erzeugt. Leider reicht dieser kleine Sog nicht aus, einen richtigen dauerhaften Spannungsbogen aufzubauen. Vieles ist vorhersehbar. Dazu kommt, dass durch den sehr detaillierten Aufbau alles viel zu lange dauert, bis diese Geschichte so richtig Fahrt aufnimmt.
Mehr Psychodrama als Thriller!
Das Cover ist wunderschön. Passt von der Farbe und der Gestaltung total gut zum Thema!
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