Unterschwellige Spannung garantiert
Selten habe ich ein Buch gelesen, in dem eine unterschwellige Anspannung so spürbar war. Judith Merchant beschreibt zunächst eine scheinbar ganz normale Familie. Ja, sie haben seltsame Rituale und die Tochter scheint in ihrer Entwicklung sehr langsam zu sein. Doch schnell spürt man, das stimmt etwas ganz und gar nicht.
Warum leben sie so abgeschieden und fast ohne Sozialkontakte? Warum fördern sie ihre Tochter Ruby nicht stärker? Was tauschen die Eheleute Nathalie und Gabriel für seltsame Nachrichten? Warum ist alles so zwanghaft? Ganz subtil werden wir aus wechselnder Perspektive auf Ungereimtheiten, Grausamkeiten, Unausgesprochenes hingewiesen. Bald weiß an nicht mehr, wem man glauben kann. Judith Merchant bedient sich dabei verschiedener Stilmittel. Am stärksten sind für mich die Kapitel, in denen Nathalie ihre heile Welt beschreibt und nach den fast identischen Worten noch eine Ergänzung kommt, die das ganze Konstrukt zum Wanken bringt.
Nachdem (im wahrsten Sinne des Wortes) alle Karten gespielt sind, verliert das Buch etwas an Stärke. Die bedrückende, unterschwellige, gefährliche Atmosphäre ist irgendwie nicht mehr so greifbar.
Dennoch pflügt man nur so durch die Seiten. Die kurzen Kapitel verleiten dazu, immer noch ein paar Seiten weiterzulesen. Eine klare Empfehlung für alle, die sich gerne in die Irre führen lassen.
Warum leben sie so abgeschieden und fast ohne Sozialkontakte? Warum fördern sie ihre Tochter Ruby nicht stärker? Was tauschen die Eheleute Nathalie und Gabriel für seltsame Nachrichten? Warum ist alles so zwanghaft? Ganz subtil werden wir aus wechselnder Perspektive auf Ungereimtheiten, Grausamkeiten, Unausgesprochenes hingewiesen. Bald weiß an nicht mehr, wem man glauben kann. Judith Merchant bedient sich dabei verschiedener Stilmittel. Am stärksten sind für mich die Kapitel, in denen Nathalie ihre heile Welt beschreibt und nach den fast identischen Worten noch eine Ergänzung kommt, die das ganze Konstrukt zum Wanken bringt.
Nachdem (im wahrsten Sinne des Wortes) alle Karten gespielt sind, verliert das Buch etwas an Stärke. Die bedrückende, unterschwellige, gefährliche Atmosphäre ist irgendwie nicht mehr so greifbar.
Dennoch pflügt man nur so durch die Seiten. Die kurzen Kapitel verleiten dazu, immer noch ein paar Seiten weiterzulesen. Eine klare Empfehlung für alle, die sich gerne in die Irre führen lassen.