Wenn das eigene Kind zum Rätsel wird
Schon das Cover von „Aprikosenkind“ hat mich neugierig gemacht. Die rosa Kritzeleien, der schwarze Hintergrund und die Kinderfigur vermitteln eine unterschwellige Bedrohung, die man zunächst noch nicht greifen kann. Doch genau das macht neugierig auf die Geschichte dahinter.
Nathalie liebt ihre fast sechsjährige Tochter Ruby über alles. Schließlich war es nicht selbstverständlich, dass sie überhaupt ein Kind bekommen würde. Doch Ruby ist anders. Im Kindergarten spielt sie kaum mit anderen Kindern, zieht sich zurück und malt Bilder, die so gar nicht zu ihrem Alter passen.
Was stimmt nicht mit Ruby? Oder leben wir einfach in einer Welt, in der Kinder ständig gefördert, optimiert und miteinander verglichen werden müssen? Ist Ruby vielleicht nur ein außergewöhnliches Kind? Oder verbirgt sich hinter ihrem Verhalten etwas viel Geheimnisvolleres?
Und dann kommt dieser Moment, in dem man als Leser nur noch denkt: "Was zur Hölle passiert hier gerade?!" Mit dieser Wendung hatte ich wirklich nicht gerechnet. Mir blieb regelrecht der Mund offen stehen. Eine Entwicklung, die für Gänsehaut sorgt und eine derart grausame Unverfrorenheit offenbart, dass man erst einmal schlucken muss. Judith Merchant versteht es meisterhaft, die eigenen Erwartungen komplett auf den Kopf zu stellen.
Die Autorin hat hier einen Psychothriller geschaffen, der keine blutigen Tatorte braucht, um für Nervenkitzel zu sorgen. Sie versteckt das Grauen mitten in einem vermeintlich friedlichen Familienalltag. Und genau das macht die Geschichte so unheimlich, denn plötzlich ist nichts mehr so harmlos, wie es zunächst scheint. Man fiebert mit, zweifelt und misstraut.
Die überschaubare Anzahl an Charakteren, die kurzen Kapitel und die wechselnden Erzählperspektiven sorgen für einen tollen Lesefluss und halten die Spannung konstant hoch. Besonders gelungen finde ich, wie sich die anfängliche Unsicherheit nach und nach in ein beklemmendes Gefühl verwandelt.
Fazit: 5 von 5 Sternen ⭐⭐⭐⭐⭐ für diesen Psychothriller. Die Autorin hat mich eiskalt erwischt und mit einer Wendung überrascht, die ich so niemals kommen sah. Beklemmend, raffiniert und unheimlich traurig. Das Grauen braucht hier weder Blut noch Leichen, es trägt ein ganz harmloses Gesicht. Ein Thriller, der lange nachhallt und den ich uneingeschränkt empfehlen kann!
Nathalie liebt ihre fast sechsjährige Tochter Ruby über alles. Schließlich war es nicht selbstverständlich, dass sie überhaupt ein Kind bekommen würde. Doch Ruby ist anders. Im Kindergarten spielt sie kaum mit anderen Kindern, zieht sich zurück und malt Bilder, die so gar nicht zu ihrem Alter passen.
Was stimmt nicht mit Ruby? Oder leben wir einfach in einer Welt, in der Kinder ständig gefördert, optimiert und miteinander verglichen werden müssen? Ist Ruby vielleicht nur ein außergewöhnliches Kind? Oder verbirgt sich hinter ihrem Verhalten etwas viel Geheimnisvolleres?
Und dann kommt dieser Moment, in dem man als Leser nur noch denkt: "Was zur Hölle passiert hier gerade?!" Mit dieser Wendung hatte ich wirklich nicht gerechnet. Mir blieb regelrecht der Mund offen stehen. Eine Entwicklung, die für Gänsehaut sorgt und eine derart grausame Unverfrorenheit offenbart, dass man erst einmal schlucken muss. Judith Merchant versteht es meisterhaft, die eigenen Erwartungen komplett auf den Kopf zu stellen.
Die Autorin hat hier einen Psychothriller geschaffen, der keine blutigen Tatorte braucht, um für Nervenkitzel zu sorgen. Sie versteckt das Grauen mitten in einem vermeintlich friedlichen Familienalltag. Und genau das macht die Geschichte so unheimlich, denn plötzlich ist nichts mehr so harmlos, wie es zunächst scheint. Man fiebert mit, zweifelt und misstraut.
Die überschaubare Anzahl an Charakteren, die kurzen Kapitel und die wechselnden Erzählperspektiven sorgen für einen tollen Lesefluss und halten die Spannung konstant hoch. Besonders gelungen finde ich, wie sich die anfängliche Unsicherheit nach und nach in ein beklemmendes Gefühl verwandelt.
Fazit: 5 von 5 Sternen ⭐⭐⭐⭐⭐ für diesen Psychothriller. Die Autorin hat mich eiskalt erwischt und mit einer Wendung überrascht, die ich so niemals kommen sah. Beklemmend, raffiniert und unheimlich traurig. Das Grauen braucht hier weder Blut noch Leichen, es trägt ein ganz harmloses Gesicht. Ein Thriller, der lange nachhallt und den ich uneingeschränkt empfehlen kann!