Wenn die perfekte Familienidylle Risse bekommt

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backlistbaddie Avatar

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„Aprikosenkind“ hat mich vor allem durch seine düstere und unheimliche Atmosphäre gepackt. Am Anfang war ich noch etwas verwirrt und wusste nicht so recht, wohin die Geschichte führen würde. Genau das hat aber auch neugierig gemacht.

Nathalie und Gabriel leben mit ihrer Tochter Ruby scheinbar ein perfektes Familienleben. Doch schnell merkt man, dass nicht alles so idyllisch ist, wie es zunächst wirkt. Durch die verschiedenen Perspektiven und Rückblenden bekommt man nach und nach immer mehr Einblicke und versteht auch Nathalies Verhalten besser.

Besonders gut gefallen haben mir die kurzen Kapitel und der ruhige Schreibstil. Die Spannung wird nicht durchgehend mit großen Schockmomenten aufgebaut, sondern eher langsam und unterschwellig. Immer wieder hatte ich das Gefühl, dass etwas nicht stimmt, und trotzdem konnten mich einige Wendungen überraschen.

Auch die Charaktere fand ich interessant, gerade weil ich Nathalie am Anfang nicht immer nachvollziehen konnte. Je mehr man über ihre Geschichte erfährt, desto verständlicher werden ihre Entscheidungen.

Insgesamt ein spannender Psychothriller mit einer beklemmenden Atmosphäre, vielen Geheimnissen und einigen Wendungen, die ich so nicht erwartet hatte. Gerade dieses langsame Aufdecken der Wahrheit hat mir richtig gut gefallen.