Asa

Sehr empfehlenswert

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angi_molly Avatar

Von

Meinung: Auf dieses Buch habe ich wirklich sehnsüchtig gewartet – und es hat jede einzelne Seite wert gewesen. Ich liebe Zoran Drvenkars Geschichten, weil er es immer schafft, mich in Welten hineinzuziehen, die mich noch lange nicht loslassen.
Asa Kolberg hat sechs lange Jahre im Gefängnis gesessen. Sechs Jahre, in denen sie nur ein Ziel hatte: Rache. Schritt für Schritt hat sie ihren Plan geschmiedet. Jetzt ist der Moment gekommen, um eine grausame Tradition zu zerstören, die seit über hundert Jahren das Leben einer ganzen Gemeinschaft beherrscht – und die den Tod unzähliger Unschuldiger gefordert hat. Auch Asa selbst wurde damals gebrochen. Jetzt schlägt sie zurück.
Ob sie es schafft? Das müsst ihr unbedingt selbst herausfinden – und glaubt mir: Ihr werdet das Buch nicht mehr aus der Hand legen.
Der Schreibstil ist wie ein Sog: poetisch, rasant, messerscharf – und so bildhaft, dass man jede Szene wie einen Film vor Augen hat. Die Handlung ist clever durchdacht, voller überraschender Wendungen, und wechselt zwischen verschiedenen Zeitebenen, sodass sich Stück für Stück ein Gesamtbild entfaltet. Besonders beeindruckt hat mich, wie viel Tiefe auch die Nebenfiguren bekommen. Man erfährt ihre Geschichten, ihre Ängste, ihre Geheimnisse – und versteht, warum sie so handeln, wie sie handeln.
Die Atmosphäre ist düster, dicht und fesselnd. Die Story ist ungewöhnlich, ja fast verstörend – aber genau das macht sie so faszinierend. Asa ist keine Heldin im klassischen Sinn, und trotzdem kann man ihre Entscheidungen nachvollziehen. Man bleibt ihr nah, selbst wenn man nicht mit allem einverstanden ist.
Ich kenne Asa schon aus einem früheren Buch und schon damals war ich von seiner Art zu erzählen völlig gefesselt.
„Asa“ ist für mich nicht einfach nur ein Thriller – es ist ein Roman, der unter die Haut geht, der nachhallt und noch lange im Kopf bleibt.

Absolute Leseempfehlung