Toller Plot, wahnsinnig gut

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milapferd Avatar

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Nach Krähentage ist die der 2. Roman um die Ermittler Jakob und Milla. Ich lese unheimlich gerne Thriller / Krimireihen, da man die Entwicklung der Ermittler mitbekommt.

Krähentage fand ich schon absolut fantastisch, genauso wie Aschesommer. Wie auch schon in seinem ersten Roman schafft es der Autor eine Verbindung des Verbrechers mit den Charakteren der Ermittlungseinheit zu schaffen. Die Ermittlungsergebnisse, die der Autor nicht immer mit dem Leser teilt (das hört sich doof an, ich meinte damit, dass man nicht jeden Gedanken der Ermittler direkt aufs Papier gedruckt bekommt) und man somit in den Perspektivwechseln erstmal reindenken muss, hat die Geschichte nochmal schneller vorangetragen. Man hat eh ständig das Gefühl, dass man schneller und schneller lesen muss, damit mit man nichts verpasst.

Gut finde ich auch die Nebenstory, die die doppelte Führungsarbeit von Milla und Jakob thematisiert. Sie läuft so als Nebenschauplatz ab, hat aber zwischendurch immer mal Platz in der Geschichte. Die Abwertung von Millas Arbeit von dessen Vorgesetzten und das ständige Aufmerksam machen (müssen) von Jakob bzgl. Millas guter Ergebnisse spiegelt wohl ganz klar noch das Bild der Hierachriestrukturen innerhalb von exekutiven Behörden wieder. Das dieses Thema hier aufgegriffen wird ist nochmal ein Plus für diesen eh herausstechenden Thriller.