Die Geschichte lebt vor allem im Moment und bietet etwas wenig Worldbuilding, aber viel Action - 3,5 Sterne

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lesezauber Avatar

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Meinung:
Das Cover, die Aufmachung und die Kurzbeschreibung haben mich sofort angesprochen. Auch die Leseprobe hat mich sofort mitgerissen. Nicht nur der etwas düstere Prolog, sondern auch den Start fand ich sehr gelungen.

Wir begleiten Nicky, als sie in dem kleinen Örtchen Ashfield ankommt und dabei gleich auf den etwas schrulligen, aber herzlichen Norville mit seinem besonderen Hund Padraig und den jungen Pip trifft.

Diese ersten Begegnungen haben mir super gefallen und ich wollte mehr erfahren.

Der Plot an sich ist recht spannend und auch actionreich. Es gibt durchaus einige Gefahren und auch interessante Wendungen, aber irgendwie hat mich die Geschichte mit der Zeit ein bisschen verloren.

Zum einen fand ich die Figuren insgesamt doch ein bisschen stereotyp gezeichnet. Und auch wenn ich es toll fand, dass der Umgangston sehr flapsig und lustig ist, fand ich den Umgang der Freunde untereinander manchmal doch ein bisschen zu hart. Klar, es hat für die Geschichte gut funktioniert, aber so wirklich in mein Herz geschlichen haben sich die Freunde eher nicht. Da ist weiterhin eher Platz für Norville und Pip. Aber ich fand es gut, dass mit Pauly eine Figur im Rollstuhl vorkommt und gezeigt wird, dass man auch damit Abenteuer erleben kann.

Ein weiterer Kritikpunkt war das sehr schwammige Worldbuilding. An sich erfahren wir kaum etwas von der Schule an sich bzw. dem Schulalltag. Wir lernen nur wenige Figuren kennen und alles wirkt ein bisschen aus einem größeren Kontext gerissen. Klar, es handelt sich hierbei nur um einen Auftakt, aber mir war es hier trotzdem zu wenig Hintergrund.

Und auch das Magiesystem fand ich etwas undurchsichtig. Es ist ja schön und gut, dass einige ihre Fähigkeiten haben, aber das mit den Zirkeln und den Beschwörungen fand ich irgendwie nicht ganz ausgereift. Auch, dass Carla York so viel über all das zu Wissen scheint, aber die Infos nicht wirklich weitergibt.

Dennoch war die Geschichte ziemlich unterhaltsam und schnell zu lesen. Das Ende war spannend und die Auflösung hat mir gut gefallen.

Fazit:
Eine interessante Geschichte, die vor allem im Moment lebt und wenig Worldbuilding und Hintergründe, aber dafür viel Action und Spannung liefert. Mir persönlich war es etwas zu einfach, aber für kurzweilige Unterhaltung hat es gereicht. Auch bei den Figuren bin ich etwas zwiegespalten. Einerseits wirken viele etwas stereotyp, aber teilweise haben sie doch auch Besonderheiten, wie das eine im Rollstuhl sitzt. Den Umgang untereinander fand ich ein bisschen zu hart, auch wenn man merkt, dass es meist lustig gemeint ist und die Figuren dennoch zusammenwachsen. Insgesamt würde ich 3,5 Sterne vergeben.