"I am wild, I am free. I am Atalanta"

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jennx Avatar

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Mit "Atalanta" hat es ein weiteres, feministisches Retelling in mein Regal geschafft [und davon kann es nie genug geben]💛

"Atalanta" von Jennifer Saint unterscheidet sich zunÀchst deutlich von anderen Retellings, die es aktuell auf dem Markt gibt: der Protagonistin. Zwischen hundertausenden Hades-Persephone und Achilles-Patroklus-Geschichten wird mit Atalanta die Geschichte einer der Frauen erzÀhlt, die mehr Beachtung braucht. Der einzigen Frau, die die Argonauten auf der Suche nach dem goldenen Vlies begleitet. Und eine Geschichte, die mir persönlich noch viel neues erzÀhlen konnte.

"Atalanta" hat mich von Seite 1 in einen Sog gezogen, in ein Setting geworfen. dass mir einen Hauch "Wonder Woman" gegeben hat. Atalanta aufwachsen zu sehen, sie stark werden zu sehen, hat mich unglaublich motiviert fĂŒr den Fortlauf der Geschichte. WĂ€hrend Atalanta jedoch an der Reise teil nimmt, begann sich die Geschichte fĂŒr mich in die LĂ€nge zu ziehen. So viele Dinge, die keinen Mehrwert fĂŒr mich (oder die Geschichte) hatten und die dafĂŒr sorgen, dass ich auch absolut keine Erinnerungen mehr Teile des Buches habe.

“Men who thought the world belonged to them, who imagined I was just another trophy that they could win.” - Atalanta hĂ€tte meiner Meinung nach noch einen Hauch feministischer, radikaler, wĂŒtender sein können. Ich hatte das GefĂŒhl, dass sie den MĂ€nnern zu viel Raum ĂŒberlĂ€sst (aber vielleicht ist genau das realistischer). Ich hĂ€tte mir noch mehr Atalanta-Power gewĂŒnscht. Mehr Kampf, mehr mentale StĂ€rke. Mehr Badass-Atalanta.

Ein weiterer Punkt, der mir das LesevergnĂŒgen ein wenig getrĂŒbt hat, sind die Liebesgeschichten.Und natĂŒrlich, ein Buch lebt oft von der Liebesgeschichte. Vielleicht sogar von mehren. Erst recht, wenn der Protagonistin prophezeit wird, dass eine Hochzeit sie ruinieren wird. Das schreit nach Potenzial. Doch der Funke in "Atlanta" oder vielmehr der Funke zwischen Atalante und ihren Love-Interests kam bei mir nicht an. Die Freundschaft? Absolut perfekt! Der plötzliche Schwung in die romantische Liebe? Erzwungen.

Und das Ende? LĂ€sst mich wahnsinnig zwiegespalten zurĂŒck. Im ersten Moment konnte es mich gar nicht ĂŒberzeugen aber je lĂ€nger ich darĂŒber nachdenke, desto besser passt es zur Geschichte, zu Atalanta, zu Jennifer Saint.

Ein gute und vor allem interessantes Retelling einer Heldin, die noch viel zu wenig bekannt ist - die noch viel mehr Aufmerksamkeit verdient hat und ich freue mich auf "Elektra" von Jennifer Saint, dass schon in meinem Regal auf mich wartet⚡