Caro atme! Und dann lauf`!
Schon der Einstieg in Au Revoir und tschüss hat mich sofort in Caros Alltag hineingezogen: das klingelnde Handy, die Hektik nach einem langen Arbeitstag, der innere Druck, der eigentlich schon vor dem Telefonat spürbar ist. Caro wirkt wie eine Frau, die über Jahre gelernt hat, zu funktionieren – als Ehefrau, Mutter, Gastgeberin, Organisatorin. Und doch merkt man sehr schnell, dass unter dieser routinierten Oberfläche etwas brodelt.
Besonders gelungen fand ich, wie leise und gleichzeitig deutlich die Unzufriedenheit in ihrer Ehe erzählt wird. Holger ist kein plakativer Bösewicht, aber gerade das macht ihn so unangenehm glaubwürdig: seine Selbstverständlichkeit, mit der er Caro übergeht, seine Karrierefixierung, seine kleinen abwertenden Bemerkungen. Dass er kurzfristig Gäste einlädt und einfach davon ausgeht, dass Caro „das schon hinbekommt“, sagt im Grunde alles über die Schieflage dieser Beziehung.
Caro mochte ich sofort. Nicht, weil sie perfekt ist, sondern weil sie so menschlich wirkt: genervt, müde, wütend, aber auch voller Sehnsucht nach etwas Eigenem. Besonders schön fand ich den Kontrast zwischen Holgers Statuswelt und Caros innerem Wunsch nach Ruhe, Natur, einem Ferienhaus am See, Büchern, Kunst und vielleicht auch einem Leben, in dem sie wieder gesehen wird. Der Titel und die Andeutung auf Frankreich lassen vermuten, dass genau dort ein Aufbruch auf sie wartet.
Der Schreibstil ist leicht zugänglich, warm und alltagsnah. Die Szenen sind bildhaft genug, um sofort vor Augen zu stehen, ohne überladen zu wirken. Für mich fühlt sich diese Leseprobe nach einem Roman an, der Sommer, Selbstfindung und leise Emanzipation verbindet – nicht laut, nicht überdramatisch, sondern mit einem sehr vertrauten Blick auf eingefahrene Lebensmuster.
Ich möchte unbedingt wissen, wann Caro den Punkt erreicht, an dem aus ihrem inneren „So kann es nicht weitergehen“ endlich ein echtes „Au revoir und tschüss“ wird.
Besonders gelungen fand ich, wie leise und gleichzeitig deutlich die Unzufriedenheit in ihrer Ehe erzählt wird. Holger ist kein plakativer Bösewicht, aber gerade das macht ihn so unangenehm glaubwürdig: seine Selbstverständlichkeit, mit der er Caro übergeht, seine Karrierefixierung, seine kleinen abwertenden Bemerkungen. Dass er kurzfristig Gäste einlädt und einfach davon ausgeht, dass Caro „das schon hinbekommt“, sagt im Grunde alles über die Schieflage dieser Beziehung.
Caro mochte ich sofort. Nicht, weil sie perfekt ist, sondern weil sie so menschlich wirkt: genervt, müde, wütend, aber auch voller Sehnsucht nach etwas Eigenem. Besonders schön fand ich den Kontrast zwischen Holgers Statuswelt und Caros innerem Wunsch nach Ruhe, Natur, einem Ferienhaus am See, Büchern, Kunst und vielleicht auch einem Leben, in dem sie wieder gesehen wird. Der Titel und die Andeutung auf Frankreich lassen vermuten, dass genau dort ein Aufbruch auf sie wartet.
Der Schreibstil ist leicht zugänglich, warm und alltagsnah. Die Szenen sind bildhaft genug, um sofort vor Augen zu stehen, ohne überladen zu wirken. Für mich fühlt sich diese Leseprobe nach einem Roman an, der Sommer, Selbstfindung und leise Emanzipation verbindet – nicht laut, nicht überdramatisch, sondern mit einem sehr vertrauten Blick auf eingefahrene Lebensmuster.
Ich möchte unbedingt wissen, wann Caro den Punkt erreicht, an dem aus ihrem inneren „So kann es nicht weitergehen“ endlich ein echtes „Au revoir und tschüss“ wird.