Ein toller Roman

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dieunterhoferin Avatar

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Die Leseprobe hat mir sehr gut gefallen. Gudrun Lochte hat einen angenehmen Schreibstil, der es mir leicht gemacht hat in die Geschichte einzutauchen. Die Geschichte startet direkt, sodass man mitten im Geschehen ist. Solche Buchanfänge mag ich sehr! Man lernt auch gleich die Hauptfigur Caro kennen, sie ist 45 Jahre alt, verheiratet mit Holger, hat einen Hund und vermutlich mehr als ein Kind (bisher lernt man nur den ältesten Sohn Tom kennen). Sie scheint Teilzeit in der Universitätsbibliothek zuarbeiten. Caro fühlt sich in der Beziehung mit ihrem Mann unsichtbar, sie beschreibt die Ehe als eintönig und lieblos. Holger scheint meist das letzte Wort zu haben und Caro ist die, die sich fügt. Die Ehe wirkt mich sehr trostlos und Caro tut mir sehr leid. Gleichzeitig regt sich in Caro immer mehr Widerstand, sie ist wütend und verärgert über Holgers Umgang mit ihr, sowie eben auch im 1. Kapitel zu sehen ist, als er sie vor vollendete Tatsachen stellt. Dass sich in Caro Widerstand regt, finde ich toll. Auf mich wirkt das, als ob sie sich mehr emanzipiert, mehr zu ihren eigenen Bedürfnissen steht und auch dafür eintritt. Holger wirkt auf mich egoistisch. Solange Caro tut, was er will, ist er nett und zeigt Zuneigung. Ansonsten spricht er sie mit „Carolin“ an. Das wirkt auf mich wie emotionale Erpressung. Kein Wunder, dass Caro seine körperliche Annäherung unangenehm ist. Ich finde die Autorin schafft es wunderbar Caros Gefühle wiederzugeben, sodass man sich super in die Figur hineinversetzten und mit ihr mitfühlen kann. Mich bewegt das sehr!
Ich bin sehr gespannt, wie es weitergeht. Vor allem macht mit neugierig, wie es dazu kommt, dass Caro in Frankreich landet, was diese Entscheidung in ihrer Ehe ausgelöst hat und vor allem welche Erkenntnisse sie hat und wie sie sich weiterentwickelt.