Ein wundervoller Roman
Cover & Gestaltung:
Das Buchcover gefällt mir sehr gut, das Bild sieht aus wie auf Leinwand gedruckt. Der hellblaue Farbschnitt passt wunderbar zu dem hellblauen Hintergrund auf dem Schutzumschlag. Nimmt man den Umschlag ab, zeigt sich das gleiche Motiv allerdings mit anderen Farben. Der Hintergrund ist nun gelb und das Kleid der Frau blau anstatt weiß. Dieses Wechselspiel gefällt mir sehr. Der gemalte, leicht verschwommene Stil des Page Overlays gefällt mir auch sehr! Dass das Buchformat etwas größer als üblich ausfällt, habe ich als sehr angenehm empfunden. Insgesamt ein wunderschön gestaltetes Buch!
Handlung & Charaktere:
Caro ist 45 Jahre alt und beschließt im Süden Frankreichs einen vierwöchigen Sprachkurs zu machen. Sie liebt das Land und die Sprache einfach und möchte ihre Kenntnisse vertiefen. Daher meldet sie sich zum Unwillen ihres Mannes Holger in einer Sprachschule an und fährt allein nach Uzès. Dort angekommen wirkt alles vertraut und fremd zugleich. Und für Caro ist die Zeit eine Mischung als Aufbruch und Ankommen. Caro lernt in dieser Zeit sich selbst wieder neu zu begegnen. Dabei verändert sich ihr Blick auf die Liebe, das Vergangene und die Zukunft. Und es reift die Gewissheit, dass Abschied und Neuanfang nah beieinander liegen…
Gudrun Lochte hat mit Caro eine tolle Hauptfigur geschaffen, in die man sich von Beginn an gut hineinversetzen kann. Caro ist 45 Jahre alt und mit Holger verheiratet. Sie hat zwei Söhne (Tom und Benni), einen Hund und arbeitet Teilzeit in der Universitätsbibliothek. Man merkt gleich, dass sich Caro in der Ehe mit ihrem Mann unsichtbar fühlt. Die Beziehung ist eintönig und lieblos, Holger scheint den Ton anzugeben und bei Entscheidungen das letzte Wort zu haben. Caro ist die, die sich fügt. Was ich schön finde, ist, dass dich in Caro immer mehr Widerstand regt, sie ist wütend und verärgert über Holgers Umgang mit ihr und stellt ihn schließlich mit der gebuchten Sprachreise vor vollendete Tatsachen. Moralisch unterstützt wird sie dabei von ihrer besten Freundin Holly, mit der sie eine langjährige Freundschaft verbindet.
Ich mochte Caro von Beginn an sehr gerne. Ihre Figur ist meiner Ansicht nach sehr realistisch gestaltet und man kann gut mit ihr mitfühlen. Sie ist ein Hauptcharakter, der direkt aus dem Leben gegriffen ist und viel Identifikationspotenzial hat. Sie war mir von Anfang an sympathisch. Im Laufe der Handlung macht sie eine tolle Entwicklung durch!
Holger ist leider eine weniger sympathische Figur. Er ist es gewohnt seinen Willen zu bekommen, ist dominant und verbreitet das Gefühl, dass seine Wünsche wichtiger sind als Caros. Außerdem habe ich bei ihm den Eindruck gehabt, dass er Caro emotional erpresst, da er sie bei Missfallen „Carolin“ nennt und distanziert ist. Aber auch Holger entwickelt sich.
Die Charaktere, die während Caros Aufenthalt in Uzès auftauchen, sind ein bunter vielfältiger Haufen, die auf mich alle sehr authentisch und lebensfroh gewirkt haben. Besonders Sprachlehrer Armand und die Einheimischen, denen Caro begegnet, sprühen vor Lebensfreude. Das fand ich sehr schön!
Schreibstil:
Gudrun Lochte hat einen sehr angenehmen Schreibstil, der es mir leicht gemacht hat in das Buch einzutauchen. Die Geschichte startet direkt, sodass man mitten im Geschehen ist, was mir sehr gefällt. Die Autorin schreibt leicht und gut verständlich, ohne dabei platt zu sein. Die Autorin schreibt zudem emotional und schafft es meiner Meinung nach wunderbar Caros Gefühle und ihr Innenleben wiederzugeben, sodass man sich super in die Figur hineinversetzten und mit ihr mitfühlen kann. Mich hat das sehr bewegt und am Ende hatte ich ein paar Tränen in den Augen.
Gudrun Lochtes Schreibstil spricht außerdem sehr sie Sinne an. Orte und Schauplätze werden sehr bildlich und atmosphärisch beschrieben (z.b. Landschaft, Stimmung, Düfte etc.), sodass einem das Gefühl vermittelt wird direkt vor Ort zu sein.
Meinung & Fazit:
„Au revoir und tschüss“ war für mich der erste Roman, den ich von Gudrun Lochte gelesen habe. Der Roman hat mir sehr gut gefallen! Gudrun Lochte hat einen tollen Schreibstil, sodass ich nur durch die Seiten geflogen bin. Sie erzählt die Geschichte dabei auf spannende und emotionale Weise, sodass man mit den Figuren mitfiebert und ein Stück weit auch mitlebt.
„Au revoir und tschüss“ ist ein Roman über Selbstbestimmung, Emanzipation, über Abschiede und Neuanfänge, und darüber wieder zu sich selbst zu finden. Für mich ist das Buch ein kleines Highlight und ich habe es sehr gerne gelesen!
Das Buchcover gefällt mir sehr gut, das Bild sieht aus wie auf Leinwand gedruckt. Der hellblaue Farbschnitt passt wunderbar zu dem hellblauen Hintergrund auf dem Schutzumschlag. Nimmt man den Umschlag ab, zeigt sich das gleiche Motiv allerdings mit anderen Farben. Der Hintergrund ist nun gelb und das Kleid der Frau blau anstatt weiß. Dieses Wechselspiel gefällt mir sehr. Der gemalte, leicht verschwommene Stil des Page Overlays gefällt mir auch sehr! Dass das Buchformat etwas größer als üblich ausfällt, habe ich als sehr angenehm empfunden. Insgesamt ein wunderschön gestaltetes Buch!
Handlung & Charaktere:
Caro ist 45 Jahre alt und beschließt im Süden Frankreichs einen vierwöchigen Sprachkurs zu machen. Sie liebt das Land und die Sprache einfach und möchte ihre Kenntnisse vertiefen. Daher meldet sie sich zum Unwillen ihres Mannes Holger in einer Sprachschule an und fährt allein nach Uzès. Dort angekommen wirkt alles vertraut und fremd zugleich. Und für Caro ist die Zeit eine Mischung als Aufbruch und Ankommen. Caro lernt in dieser Zeit sich selbst wieder neu zu begegnen. Dabei verändert sich ihr Blick auf die Liebe, das Vergangene und die Zukunft. Und es reift die Gewissheit, dass Abschied und Neuanfang nah beieinander liegen…
Gudrun Lochte hat mit Caro eine tolle Hauptfigur geschaffen, in die man sich von Beginn an gut hineinversetzen kann. Caro ist 45 Jahre alt und mit Holger verheiratet. Sie hat zwei Söhne (Tom und Benni), einen Hund und arbeitet Teilzeit in der Universitätsbibliothek. Man merkt gleich, dass sich Caro in der Ehe mit ihrem Mann unsichtbar fühlt. Die Beziehung ist eintönig und lieblos, Holger scheint den Ton anzugeben und bei Entscheidungen das letzte Wort zu haben. Caro ist die, die sich fügt. Was ich schön finde, ist, dass dich in Caro immer mehr Widerstand regt, sie ist wütend und verärgert über Holgers Umgang mit ihr und stellt ihn schließlich mit der gebuchten Sprachreise vor vollendete Tatsachen. Moralisch unterstützt wird sie dabei von ihrer besten Freundin Holly, mit der sie eine langjährige Freundschaft verbindet.
Ich mochte Caro von Beginn an sehr gerne. Ihre Figur ist meiner Ansicht nach sehr realistisch gestaltet und man kann gut mit ihr mitfühlen. Sie ist ein Hauptcharakter, der direkt aus dem Leben gegriffen ist und viel Identifikationspotenzial hat. Sie war mir von Anfang an sympathisch. Im Laufe der Handlung macht sie eine tolle Entwicklung durch!
Holger ist leider eine weniger sympathische Figur. Er ist es gewohnt seinen Willen zu bekommen, ist dominant und verbreitet das Gefühl, dass seine Wünsche wichtiger sind als Caros. Außerdem habe ich bei ihm den Eindruck gehabt, dass er Caro emotional erpresst, da er sie bei Missfallen „Carolin“ nennt und distanziert ist. Aber auch Holger entwickelt sich.
Die Charaktere, die während Caros Aufenthalt in Uzès auftauchen, sind ein bunter vielfältiger Haufen, die auf mich alle sehr authentisch und lebensfroh gewirkt haben. Besonders Sprachlehrer Armand und die Einheimischen, denen Caro begegnet, sprühen vor Lebensfreude. Das fand ich sehr schön!
Schreibstil:
Gudrun Lochte hat einen sehr angenehmen Schreibstil, der es mir leicht gemacht hat in das Buch einzutauchen. Die Geschichte startet direkt, sodass man mitten im Geschehen ist, was mir sehr gefällt. Die Autorin schreibt leicht und gut verständlich, ohne dabei platt zu sein. Die Autorin schreibt zudem emotional und schafft es meiner Meinung nach wunderbar Caros Gefühle und ihr Innenleben wiederzugeben, sodass man sich super in die Figur hineinversetzten und mit ihr mitfühlen kann. Mich hat das sehr bewegt und am Ende hatte ich ein paar Tränen in den Augen.
Gudrun Lochtes Schreibstil spricht außerdem sehr sie Sinne an. Orte und Schauplätze werden sehr bildlich und atmosphärisch beschrieben (z.b. Landschaft, Stimmung, Düfte etc.), sodass einem das Gefühl vermittelt wird direkt vor Ort zu sein.
Meinung & Fazit:
„Au revoir und tschüss“ war für mich der erste Roman, den ich von Gudrun Lochte gelesen habe. Der Roman hat mir sehr gut gefallen! Gudrun Lochte hat einen tollen Schreibstil, sodass ich nur durch die Seiten geflogen bin. Sie erzählt die Geschichte dabei auf spannende und emotionale Weise, sodass man mit den Figuren mitfiebert und ein Stück weit auch mitlebt.
„Au revoir und tschüss“ ist ein Roman über Selbstbestimmung, Emanzipation, über Abschiede und Neuanfänge, und darüber wieder zu sich selbst zu finden. Für mich ist das Buch ein kleines Highlight und ich habe es sehr gerne gelesen!