Es ist Zeit für Veränderungen

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Den Roman „Au revoir und tschüss“ von Gudrun Lochte empfand ich wie einen leichten Sommerwind: lebendig, erfrischend und aufmunternd.

Die Geschichte handelt von Caroline, die in ihrer 21-jährigen Ehe immer wie am Schnürchen funktioniert hat. Nie hat sie auf ihre Bedürfnisse geachtet. Jetzt hat ein Tropfen, sprich ein erneutes Fehlverhalten ihres Mannes, das Fass überlaufen lassen und sie beschließt, sich einen vierwöchigen Sprachlern-Aufenthalt in Südfrankreich zu gönnen. Sie mag diese Region generell, verbrachte sie doch schon oft den Urlaub in Frankreichs Süden.

Der Ehemann ist naturgemäß nicht erfreut, beugt sich aber ihrer Entscheidung.

Die Zeit vergeht wie im Fluge und Caro, wie sie genannt wird, lebt in Frankreich richtig auf und bemerkt, wie schön das Leben auch sein kann. Sie erweitert ihre Sprachkenntnisse schnell und findet nette und zugewandte Menschen, die ihr guttun. Und sie merkt immer mehr, dass sie an ihrem Leben etwas ändern muss.

Gern bin ich Caro bei ihren Unternehmungen gefolgt und nahm Anteil an ihren Gedanken und Stimmungen. Mir hat gefallen, wie sie, ausgehend von der Unzufriedenheit in ihrer bisherigen Lebenssituation, ins Handeln gekommen ist.

Das Buch liest sich federleicht, es wirkt sommerlich-frisch und versprüht förmlich das französische Flair.

Meine einziger Kritikpunkte ist, dass sich alles dann so problemlos ergibt. Aber es passt zur Stimmung des Buches, die ich als gelöst und optimistisch empfunden habe.

Ein schönes Buch für zwischendurch. Für Frankreich-Liebhaber bestimmt ein besonderer Genuss, werden doch Speisen, Getränke, Gerüche und die typische, leichte französische Lebensart sehr gut beschrieben. Es hat mir gefallen.