Französischer Sommer

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bookworld91 Avatar

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Die Ehe ist festgefahren, der Job trist. Daher möchte Caroline eine Auszeit- und bucht eine Sprachreise nach Frankreich. Was sie dort erlebt, wird in „Au revoir und tschüss“ beschrieben.

Carolines Ehe mit Holger ist nicht mehr, was sie war. Um nachzudenken, bucht sie eine Reise nach Frankreich. Dort kehrt sie nicht nur zu sich selbst zurück, sondern erkennt, was ihr wichtig ist….

Das Buch verspricht von Cover und Klappentext her Sommer und Entspannung. Auch der Titel passt ziemlich gut: Man verabschiedet sich von etwas, das man nicht mehr braucht, um entspannter zu leben. Diesen Eindruck werde ich beim lesen nicht los. Sprachlich ansprechend und unterhaltsam geschrieben, nimmt mich der Roman mit in einen unbeschwerten Sommer in Frankreich.

Ebenso authentisch wie stilvoll beschreibt Autorin Gudrun Lochte das Setting. Wein und Baguette gehören genauso dazu wie ein Abend mit Freunden oder die französischen Gässchen. Dabei ist die Sprache so detailiert, das man das Gefühl hat, vor Ort zu sein.

Auch die Charaktere passen zu einem sommerlichen Buch in Frankreich. Der charmante Lehrer Armand, die anfangs unsichere Caro, die nach und nach Selbstvertrauen erlangt und nicht zu vergessen die lustige Freundin Holly, mit der Caro regelmäßig telefoniert haben sommerliche und entspannte Attribute. Im Kontrast dazu lässt Caro ihren Mann, karrieorientiert und stur, zuhause zurück.

Das loslösen aus der Ehe war amüsant und erhellend zu verfolgen. Es scheint, als hätte Caro in Frankreich mehr als nur die Sprache gelernt. Allein der Fakt, dass sie sich für ihren Sohn einsetzt ohne zu urteilen zeigt, wie kämpferisch sie geworden ist- von der Ehefrau, die zurücksteckt, zur Kämpferin mit Träumen und Zielen.

Ich habe Caro sehr gerne begleitet und gebe den Roman fünf Sterne.