Leichte Unterhaltung

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sabine Avatar

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Was mir zuerst an diesem Buch auffiel, war die sehr schöne Gestaltung und der großzügige Satz. Es ist ein Vergnügen, es in der Hand zu halten.

Inhaltlich hat mich der Roman nicht so für sich eingenommen. Es geht um Caro, die sich seit zwanzig Jahren zwischen Teilzeitjob und Familie aufreibt. Ihre zwei fast erwachsenen Söhne und auch ihr Ehemann sehen in ihr nur die jederzeit verfügbare Hausfrau und Mutter. Als die Ehe zunehmend auskühlt, entschließt sich Caro, etwas für sich zu tun und bucht gegen den Willen ihres Mannes einen vierwöchigen Sprachkurs in Frankreich. Wird diese Auszeit ihr andere Perspektiven eröffnen? Wird sie danach wieder zurückkehren in den vertrauten Alltagstrott oder findet sie den Mut, auf ganz neuen Wegen zu gehen? Das klang nach einer interessanten und anregenden Lektüre.

In leicht lesbarem Schreibstil erzählt die Autorin Caros Geschichte. Dabei bedient sie alle gängigen Klischees von der gut situierten Familie mit zwei verwöhnten Söhnen, dem lieblosen, auf sich bezogenen Ehemann und dem schicken Eigenheim. Nicht mal der braune Labrador als Familienhund fehlt. Caro selbst ist die geduldige Mutter und Ehefrau, die allen zu Gefallen ist. Ihr zur Seite steht die unabhängige wilde Freundin Holly, bei der sie ihr Herz ausschütten kann und die sie berät. Und dann ist da noch der charmante Französischlehrer Armand, zu dem sich Caro natürlich hingezogen fühlt.

Im Mittelpunkt der Handlung steht Caro mit ihren Sehnsüchten, Zweifeln, Fragen. Die Persönlichkeit der anderen Protagonisten bleibt vage und geht kaum über das bekannte Stereotyp hinaus.

Der Verlauf der Geschichte ist wenig überraschend und fließt sehr ruhig dahin. Die Autorin beschreibt in aller Ausführlichkeit die Schauplätze in Paris und Südfrankreich, dabei zeichnet sie mit rosarotem Stift. Mir war das zu viel des Romantischen, zudem entstanden dadurch Längen.

Mein Fazit: leichte Unterhaltung in einem schönen Gewand