Seichter Sommerroman
"Au revoir und tschüss" von Gudrun Lochte ist ein leichter Wohlfühlroman, der vor allem durch sein wunderschönes Setting punktet. Bereits das Cover macht Lust aufs Lesen. Besonders gelungen sind die detaillierten Beschreibungen Frankreichs. Sie sind so lebendig und atmosphärisch, dass man am liebsten direkt die Koffer packen und selbst dorthin reisen möchte. Der Schreibstil ist angenehm einfach und lässt sich sehr flüssig lesen. Das Buch ist schnell „weggelesen“, was es zu einer idealen Lektüre für zwischendurch macht. An einigen Stellen war mir die Sprache allerdings etwas zu schlicht, und ich hätte mir mehr Tiefe bei den Figuren und ihren Gedanken gewünscht. Auch die Handlung verläuft größtenteils vorhersehbar und bedient sich teilweise bekannter Klischees. Positiv hervorzuheben ist, dass der Roman wichtige Themen wie Identität, die Rolle als Mutter und Ehefrau, Selbstverwirklichung und die Frage, wie man sich selbst wiederfindet, aufgreift. Die Botschaft, dass es nie zu spät ist, neue Wege zu gehen und einfach zu machen, was einen glücklich macht, ist zwar nicht neu, aber wichtig. Allerdings bleiben diese Themen eher an der Oberfläche und hätten durchaus noch mehr Raum für eine tiefere Auseinandersetzung verdient.
Insgesamt ist „Tschüss und Au Revoir“ ein seichter, angenehm zu lesender Roman mit viel Frankreich-Flair und einer positiven Botschaft.
Insgesamt ist „Tschüss und Au Revoir“ ein seichter, angenehm zu lesender Roman mit viel Frankreich-Flair und einer positiven Botschaft.