Selbstfindung in Frankreich

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jessica.leu Avatar

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Die Hausfrau und Mutter Caro findet sich nach vielen Ehejahren im Alltagstrott wieder, entfremdet von ihrem Ehemann und ohne Perspektive auf Veränderung. Auf einer Reise nach Südfrankreich begegnet sie nicht nur sich selbst, sondern auch wunderbaren Menschen und lernt eine Leichtigkeit kennen, mit der sie endlich wieder klare Gedanken fassen kann, um ihrem Leben einen neue Richtung zu geben.

Gudrun Lochte beschreibt eine Situation, in der sich wohl viele Frauen wiederfinden: der eingefahren Alltag, die immense Last auf den eigenen Schultern und eine Ehe, in der es weder vor noch zurück geht. Die Hauptfigur Caro wagt den Schritt, auf einer Reise aus allem auszubrechen und zu sich selbst zu finden.
Die Hauptfigur ist sehr nahbar beschrieben, zerdenkt aber leider viele Situationen zu sehr. Wie sie von ihrem Ehemann behandelt wird, hat mich zutiefst berührt und mich mit ihr fühlen lassen.

Caros neue Bekanntschaften aus der Sprachschule sind ein bunter Mix verschiedenster Persönlichkeiten, hier hätte ich mir etwas intensivere Begegnungen gewünscht. Besonders mit Armand ist bei mir leider der Funke überhaupt nicht übergesprungen.

Die wunderbaren Landschaftsbeschreibungen rund um den Ort Uzès in Frankreich lassen sommerliche Urlaubsstimmung aufkommen, sofort möchte man mit einem Weinglas in einem der Restaurants in der Altstadt sitzen.
Auch das Buchcover in den leichten Blautönen macht Lust auf einen lauen Sommerabend.

Der Text liest sich leicht und flüssig, eine gute Geschichte um sie am Strand oder Pool zu lesen.
Leider war mir der Inhalt teilweise etwas zu oberflächlich, trotzdem hat mich die Geschichte sehr berührt und besonders das Ende war herzerwärmend.

Ein schönes Buch für die Ferien, für alle, die sich in die würzige Luft eines Frankreichurlaubs träumen möchten und letztendlich nach vielen Grübeleien doch noch ein frohes Ende lesen möchten!