Kampf für die Sportlerinnen

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leseratte1310 Avatar

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Alice Milliat ist in einer männerdominierten Zeit aufgewachsen, in der es überall Grenzen für Frauen gab. Mit derartigen Grenzen aber will Alice sich nicht abfinden. Sie will nicht einsehen, dass Frauen von sportlichen Wettkämpfen ausgeschlossen werden. Daher gründet sie in Frankreich den Frauensportverband und organisiert Wettkämpfe. Aber sie will mehr. Sie kämpft dafür, dass auch Frauen in allen Disziplinen bei den Olympischen Spielen zugelassen werden. Doch sie bekommt von vielen Seiten Gegenwind, wird dann aber von unerwarteter Seite unterstützt.

Ich habe schon eine Reihe von Romanen der Autorin Lena Johannson gelesen. Sie schreibt flüssig und gut lesbar. Auch die Gegebenheiten der damaligen Zeit sind gut dargestellt.

Die Charaktere sind authentisch und interessant gezeichnet. Die damalige Zeit macht es Frauen schwer. Männer sind überall in den führenden Positionen, auch im Sport, und bestimmen, was für Frauen schicklich ist und was nicht. Auch die Mediziner sind männlich und sind der Meinung, dass die Gebärfähigkeit durch den Sport gefährdet wird. Alice ist eine begeisterte Sportlerin und will sich den Regeln nicht fügen. Sie will zeigen, was sie und andere Frauen leisten können. Entschlossen kämpft sie dafür, dass Frauen Wettkämpfe bestreiten können und dass sie vom IOC bei Olympia zugelassen werden.

Auch heute noch gibt es in manchen Sportarten Einschränkungen für Frauen, man denke nur wie lange es gedauert hat, bis sich der Frauenfußball durchgesetzt hat. Aber Frauen können heutzutage die Sportart wählen, die ihnen zusagt.

Ein interessanter Roman über eine mir unbekannte, kämpferische und starke Frau.